Erfundene Wirklichkeiten
Erzählende Literatur erfindet immer die Wirklichkeit, selbst Autobiografisches kann (und will?) längst nicht 1:1 sicher stellen, dass die Erinnerung sich nicht ins Fiktionale verschiebt.
In "Alles Liebe" begegnen uns nicht nur verschiedene erfundene, allesamt recht trostlose Lebenssituationen, sondern auch Personen, die aktiv Illusionen herstellen, um ihre Wirklichkeit auszuhalten, auszuschmücken - überbordende Fantasie als notwendige Seelenrettung. Diese Menschen sind in Not, teils schlicht aus unermesslicher Einsamkeit, teils auch aus einem übermäßigem Ego heraus. Und die Fantasien verselbständigen sich, schaffen eine kaum mehr kontrollierbare eigene Realität.
Das Cover ist heller und fröhlicher, als das, was hier erzählt wird - und was genau das mit "Liebe" zu tun hat ... erfordert meines Erachtens zumindest den einen oder anderen Gedankenspagat. Vordergründig geht es eher um die vermisste, verpasste, nicht gelebte Liebe und die Sehnsucht nach dem Geliebtwerden. Oder doch "nur" nach Anerkennung und Bewunderung? Eigene Liebesfähigkeit ist den Figuren jedenfalls weitgehend abhanden gekommen. Sie sind eher schlicht auf der Suche nach sich selbst.
Es sind originelle Texte zum Nachdenken, bisweilen etwas sehr konstruiert und dadurch auch manchmal etwas hölzern. Aber anregend - und auch ein bisschen verstörend zuweil - ist dieses Buch.
In "Alles Liebe" begegnen uns nicht nur verschiedene erfundene, allesamt recht trostlose Lebenssituationen, sondern auch Personen, die aktiv Illusionen herstellen, um ihre Wirklichkeit auszuhalten, auszuschmücken - überbordende Fantasie als notwendige Seelenrettung. Diese Menschen sind in Not, teils schlicht aus unermesslicher Einsamkeit, teils auch aus einem übermäßigem Ego heraus. Und die Fantasien verselbständigen sich, schaffen eine kaum mehr kontrollierbare eigene Realität.
Das Cover ist heller und fröhlicher, als das, was hier erzählt wird - und was genau das mit "Liebe" zu tun hat ... erfordert meines Erachtens zumindest den einen oder anderen Gedankenspagat. Vordergründig geht es eher um die vermisste, verpasste, nicht gelebte Liebe und die Sehnsucht nach dem Geliebtwerden. Oder doch "nur" nach Anerkennung und Bewunderung? Eigene Liebesfähigkeit ist den Figuren jedenfalls weitgehend abhanden gekommen. Sie sind eher schlicht auf der Suche nach sich selbst.
Es sind originelle Texte zum Nachdenken, bisweilen etwas sehr konstruiert und dadurch auch manchmal etwas hölzern. Aber anregend - und auch ein bisschen verstörend zuweil - ist dieses Buch.