Liebe und Lüge

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mirjam Avatar

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Alles Liebe ist ein scharf beobachteter, moderner Erzählband über Selbsttäuschung, Sehnsucht und die fragile Konstruktion von Identität. Fünf lose verbundene Geschichten zeigen Menschen, die sich in Ersatzwelten flüchten, weil die Realität zu schmerzhaft, zu laut oder zu enttäuschend ist. Im Zentrum stehen Figuren, die sich in Geschichten verheddern, die sie selbst erfinden. Diese Menschen lügen nicht aus Bosheit, sondern aus Notwendigkeit: die erfunden Geschichten sind Schutzräume - und Fallen zugleich.
Die Grundidee gefällt mir, ist interessant und neuartig. Allerdings ist mir der Roman phasenweise zu deprimierend und negativ geschrieben. Ich konnte ihn nicht am Stück lesen. Das Buch fängt sehr stark an, die erste Geschichte ist klasse geschrieben und hat mich am meisten beeindruckt. Zwischendurch fiel es mir manchmal schwer, das Interesse zu halten. Das Ende hat dann aber wieder den Roman abgerundet.