Verstörende Perspektiven

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danielae Avatar

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Ronja von Rönne schafft es in „Alles Liebe“ ein ganz negatives Bild in verschiedenen Perspektiven zu transportieren.

Da ist zum Beispiel Luisa, deren Freundin Miriam an Krebs erkrankt ist, immer mehr abbaut und ein Schuljahr verliert, um den Krebs zu bekämpfen. Gleichzeitig merkt Luisa, dass sie, als die Freundin der Krebskranken plötzlich sehr viel mehr Aufmerksamkeit bekommt, wenn sie sich nicht nur ein bisschen um sie kümmert, sondern in der Schule auch als Berichterstatterin fungiert. Diese Aufmerksamkeit scheint ihr zu Kopf zu steigen. Sie scheint insbesondere eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit zu sein, die Mirjam bekommt.
Barbara, wiederum ist die Mutter eines krebskranken Kindes, das anders als Mirjam den Krebs nicht überlebt. Sie verzieht sich mehr und mehr in die eigene Welt in ihrem Kopf, zieht sich komplett aus der Außenwelt zurück.

Oder Fedor, erfolgloser Künstler, dessen Frau Christina mit ihrer Kunst, die Fedor verachtet, erfolgreich ist.

Ronja von Rönne zeichnet ein sehr klares und direktes Bild, der Emotionen dieser Menschen, die das, was da gerade um sich herum passiert, ausschließlich auf sich selbst beziehen und sich in den Mittelpunkt zu rücken scheinen.

Klare Leseempfehlung, aber auch Triggerwarnung, ich habe mir sehr oft „ hat sie nicht gemacht!!!“ gedacht… Aber gerade das ist der Charme dieses Buches, das ganz unverblümt die rohen Emotionen der Menschen wiedergibt.