Auf Augenhöhe statt „halb so wild“?

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
ms.write Avatar

Von

Der Titel „Alles nur halb so tödlich!“ spielt mit der bekannten Redewendung „Alles halb so wild“. Während dieses Sprichwort im Alltag oft genutzt wird, um Probleme zu minimieren – was für Betroffene nicht selten an eine Art von Gaslighting grenzt –, lässt der Untertitel hier auf das Gegenteil hoffen. Da die Autorin selbst Betroffene ist und sich offen zu dem bekennt, was im Volksmund geflissentlich als Hypochondrie bezeichnet wird, gehe ich fest davon aus, dass dieses Buch Ängste eben nicht verharmlost, sondern Betroffenen auf Augenhöhe begegnet.
Ich selbst bin zwar kein Hypochonder, kenne aber dennoch gelegentlich die belastende Angst, dass hinter bestimmten Symptomen eine ernsthafte Krankheit stecken könnte. Für mich ist die Introspektion des eigenen Körpers sehr wichtig. Bisher habe ich meine eigenen Körperfunktionen vermutlich eher zu wenig beobachtet, was mir bei Arztbesuchen nicht immer zum Vorteil gereichte.
Ich bin gespannt, ob die Autorin hier einer Meinung mit mir ist. Allerdings gibt die Leseprobe inhaltlich noch relativ wenig Aufschluss darüber, wohin die Reise in dem Buch letztendlich gehen wird.

Besonders das Kapitel zu Neurodivergenz und Hochsensibilität interessiert mich sehr. Ich wäre daher froh, wenn ich ein Buch gewinnen könnte.