Gute Idee, falsche Autorin

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philippaofhennegau Avatar

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Ich bin sicher, die Autorin hat wirklich viel auf dem Kasten. Ich meine das aus vollem Herzen und bin auch sachlich davon überzeugt.

Und genau deshalb hätte sie dieses Buch (so) nicht schreiben dürfen. Es fängt persönlich an und das wäre genau richtig gewesen. Persönlich mit fachlichen Hinweisen.

Es wird dann aber das Gegenteil: Fachlich mit persönlichen Notizen. Und das ist leider so gar nicht gelungen. Ohne umfassendes wissenschaftlich-psychologisches Studium kann man das zwar erhoffen, aber nicht erwarten. Manchen ist es super gelungen, hier aber leider nicht. Hier wird der Eindruck eines fachlich fundierten Überblicks vermittelt. Diese Basis fehlt dann aber in der Umsetzung – von der therapeutischen Erfahrung, die das Buch enorm bereichert hätte, ganz zu schweigen.

Mal zur Einordnung: Psychologinnen studieren fünf Jahre lang und arbeiten davon, als nettosumme, ein Jahr lang an Foschungsmethoden, statistische Untersuchungen inklusive. Dabei werden Störungsbilder umfassend betrachtet, Interventionsforschung analysiert, diagnostische Grundlagen vermittelt.

Ich sage nicht: Das muss man haben, um ein psychologisches Buch zu schreiben. DIESEM Buch hätte es aber sicher geholfen.

Ansonsten: Schöner Stil, nicht entmutigen lassen. Plus: Der Markt wird das Buch sicher gut annehmen, schließlich ist es ein neues und wichtiges Thema. Ich wäre da zuversichtlich. Vor allem hoffe ich aber, dass bald jemand, der das Thema besser durchdringt, ein Buch dazu nachlegt.