Ein Flüstern aus der Asche.

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rosalinda Avatar

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Schon die optische Gestaltung mit diesem dunklen Farbspiel und dem sanften Rauch auf dem Cover hat mich magisch angezogen, weil es perfekt diese kühle, bedrohliche Grundstimmung widerspiegelt. Nele Neuhaus schafft es sofort eine extrem einnehmende Atmosphäre aufzubauen. Mich hat direkt zu Beginn im Taunus umgehauen, wie die Frau in ihrer schrecklichen Notlage verzweifelt nach ihren EpiPens sucht, weil der Hals zuschwillt, während plötzlich das ganze Zimmer brennt, das war beim Lesen so intensiv beschrieben, dass ich regelrecht Schnappatmung bekommen habe. Der Wechsel zwischen dem Frankfurter Wolkenkratzer, der schicken Partykulisse auf Sylt und den beklemmenden, persönlichen Traumata der Figuren zieht einen sofort mitten ins Geschehen. Die Wiesheu-Familie wirkt nach außen hin perfekt, doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Der Sohn Lennart ist extrem aggressiv und ungeduldig bei der Polizei, während die Mutter Judith im Stillen schon mit ihrem verschwundenen Ehemann abschließt und sich über ihre neue Freiheit freut. Und dann ist da noch Blanka, deren Vergangenheit beim Soloflug in der Cessna und den Erinnerungen an den tragischen Kletterunfall so viel emotionale Tiefe mitbringt. Ich frage mich wie all diese Schicksale, die Pleite des Bauprojekts und die Morde zusammenhängen.