Ein fulminanter und hochaktueller Taunus-Auftakt

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Schon das Cover von Nele Neuhaus’ neuem Kriminalroman „Alles wird Asche“ auf Vorablesen verspricht ein gewaltiges Leseerlebnis. Das tiefgründige, edle Design in Kombination mit dem Titel fängt das düstere Grundthema perfekt ein: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Diese atmosphärische Dichte setzt sich auf den ersten 36 Seiten der Leseprobe nahtlos fort. Nele Neuhaus beweist sofort wieder ihre Meisterklasse und wirft uns direkt hinein in ein hochkomplexes Geflecht aus vermeintlichen Unfällen, die in Wahrheit eine eiskalte Mordserie einläuten. Das vertraute Ermittlerduo Pia Sander und Oliver von Bodenstein ist sofort gefordert, als eine Frau in ihrer brennenden Villa im Taunus stirbt und kurz darauf ein Bauunternehmer qualvoll in einem Frankfurter Hochhausrohbau erstickt. Was mich bereits auf diesen ersten Seiten restlos begeistert, ist die geschickte Verwebung von klassischer, solider Ermittlungsarbeit mit einem hochaktuellen Thema: den Verstrickungen rund um das Erbe und die Firma eines verstorbenen Tech-Milliardärs, der einen bahnbrechenden KI-Chatbot entwickelt hat. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, präzise und unheimlich fesselnd. Die eingeführten Charaktere und die dichte Kulisse des Taunus bauen ab der ersten Zeile eine Sogwirkung auf. Nach 36 Seiten ist klar: Dieser zwölfte Fall kratzt an tiefen menschlichen Abgründen aus Gier und Rache und verspricht ein absoluter Pageturner zu werden!