Endlich zurück im Taunus

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
antjep78 Avatar

Von

Das Cover zu „Alles wird Asche“ passt perfekt zum Titel und greift das Motiv von Vergänglichkeit und dem Aufsteigen aus dem Rauch auf eine sehr stimmungsvolle, minimalistische Art auf! Endlich wieder zurück im Taunus! Der Einstieg hat mich auch direkt in den Bann: Der Prolog wirft mit dem mysteriösen Tod von Judith Wiesheu und den dramatischen Ereignissen vor neun Wochen einen harten, packenden Schatten voraus. Danach springt die Handlung in die Gegenwart um, wo das plötzliche Verschwinden des Immobilienunternehmers Axel Wiesheu für eine kontinuierlich steigende, bedrohliche Anspannung sorgt. Der Schreibstil ist extrem fesselnd, flüssig und sehr anschaulich. Nele Neuhaus schafft es wie keine Andere, durch atmosphärisch Details sofort eine greifbare authentische Kulisse zu schaffen. Auch das Ermittlerteam des K11 in Hofheim ist gewohnt nahbar und professionell gezeichnet. Im Zentrum stehen Kommissar Oliver von Bodenstein, der mit eigenen traumatischen Belastungsstörungen zu kämpfen hat, sowie das Umfeld des Vermissten. Man spürt sofort, dass hinter der scheinbar perfekten Fassade der feinen Frankfurter Gesellschaft und dem kriselnden Großprojekt "FIVE" ein tiefes Netz aus Gier, verheimlichten Finanzproblemen, alten Traumata und Eifersucht steckt. Das Buch macht enorm neugierig darauf, wie die verschiedenen Zeitebenen zusammenlaufen. Und natürlich möchte ich auch wissen, was mit Axel Wiesheu passiert ist!