Spannend

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laumannmaxi Avatar

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Die Leseprobe von „Alles wird Asche“ von Nele Neuhaus hat mich von den ersten Seiten an gepackt. Besonders der Einstieg ist ausgesprochen wirkungsvoll: Zunächst lernt man eine Frau kennen, deren Versuch, ein Testament anzufechten, endgültig gescheitert ist. Ihre Wut, ihre finanziellen Sorgen und ihre Angst vor dem gesellschaftlichen Abstieg zeichnen schnell das Bild einer nicht unbedingt sympathischen, aber interessanten Figur. Und dann kippt die Situation innerhalb weniger Seiten vollkommen. Die allergische Reaktion, der verschwundene EpiPen und schließlich das Feuer sorgen für einen dramatischen Auftakt, bei dem sofort die Frage entsteht, ob hier tatsächlich nur eine Verkettung unglücklicher Umstände vorliegt.

Sehr gut gefällt mir, wie Neuhaus dabei schon früh zahlreiche kleine Details einstreut, die möglicherweise später noch wichtig werden könnten. Gerade dadurch beginnt man beim Lesen automatisch, Verdächtigungen anzustellen und nach Zusammenhängen zu suchen. Gleichzeitig deutet das Personenregister bereits an, dass Familienverhältnisse, Erbschaften und die offenbar komplizierte Geschichte der Familie Brinkhoff eine größere Rolle spielen werden.

Auch der Wechsel nach dem dramatischen Prolog funktioniert für mich gut. Die Handlung öffnet sich, neue Figuren kommen hinzu und man bekommt das Gefühl, dass hinter den Ereignissen ein deutlich größeres Geflecht aus Beziehungen, Interessen und alten Konflikten steckt. Dabei liest sich die Geschichte trotz der Vielzahl an Figuren sehr flüssig.

Für mich ist das genau die Art von Krimi, die neugierig macht: ein rätselhafter Todesfall, eine wohlhabende Familie mit komplizierten Beziehungen und genügend offene Fragen, um sofort weiterdenken zu wollen. Vor allem möchte ich wissen, was tatsächlich hinter dem Tod steckt und wie Bodenstein und Pia Sander in den Fall hineingezogen werden. Nach diesem spannenden Einstieg würde ich auf jeden Fall gerne weiterlesen.