Wenn plötzlich alles zerfällt
Schon die ersten Seiten von Alles wird Asche machen ziemlich schnell klar, dass hier etwas gewaltig schiefläuft: Ein Todesfall wirkt zunächst wie ein Unfall, doch gleichzeitig tauchen weitere merkwürdige Fälle auf. Genau diese Unsicherheit hat mich an der Leseprobe gepackt, weil man als Leser sofort anfängt, hinter den offensichtlichen Erklärungen nach einem Zusammenhang zu suchen. Besonders spannend finde ich, dass die Ermittlungen von Oliver von Bodenstein und Pia Sander in das Umfeld eines erfolgreichen Tech-Unternehmers führen. Dadurch bekommt der Krimi neben den klassischen Mordermittlungen auch einen modernen Bezug zu künstlicher Intelligenz und einem Unternehmen, in dem offenbar längst nicht jeder ehrlich miteinander umgeht. Mir gefällt außerdem, dass die Geschichte nicht direkt alles verrät, sondern schon in der Leseprobe mehrere Fragen offenlässt: Was verbindet die Todesfälle miteinander und wem kann man überhaupt noch trauen? Der Titel Alles wird Asche passt dabei schon ziemlich gut zu der düsteren Stimmung, die sich aufbaut. Die Leseprobe hat bei mir auf jeden Fall den Eindruck hinterlassen, dass sich hinter den scheinbaren Unfällen eine ziemlich ausgeklügelte Mordserie verbirgt und dass man wahrscheinlich immer wieder seine Vermutungen überdenken muss. Gerade diese Mischung aus klassischen Ermittlungen, einem aktuellen Thema und mehreren Verdächtigen macht mich neugierig darauf, wie Pia und Bodenstein den Fall schließlich miteinander verbinden.