Feuer und Asche eiskalt
„Alles wird Asche“, der neue Taunuskrimi von Nele Neuhaus, erschienen 2026 bei Ullstein, ist ein gewohnt guter Teil der Reihe und von herausfordernder Komplexität und einem brandaktuellen Thema folgend, eine absolut runde Sache mit nur minimalen, sehr verzeihbaren Schwächen.
Und auch das Privatleben der Ermittler:innen kommt nicht zu kurz – Pia Sander kehrt unfreiwillig früh von ihrem Sabbatical in Namibia zurück – die Beziehung zu ihrem Partner nahm in Afrika einen schweren Knacks, so dass sie es vor Ort nicht mehr aushielt. Ein Glück für ihr Team auf dem Revier! Denn so kann die bewährte Crew des K 11, Oliver Bodenstein, Nicola Engel, Cem Altunay, Tariq Omari, Christian Kröger und natürlich Prof. Dr. Henning Kirchhoff, Pias Ex, sich mit versammelten Kräften einer Serie von Morden widmen, die spektakulär inszeniert sind und mit jedem Mord mehr auch mehr Rätsel aufgeben. Alle Spuren führen zu einer KI namens Prometheus und in den Himalaya – und einer Person, die im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt handelt. Ob das K 11 diesen komplexen Fall entschlüsseln kann?
Neuhaus widmet sich hier einem Thema, das nicht mehr auf der Zeit liegen könnte – ist doch KI und die Gefahren, die mit ihr einhergehen gerade in aller Munde – zu Recht. Entsprechend aktuell und spannend ist dieser Fall, der mit einer ungewöhnlich großen Personage einhergeht, weshalb man Neuhaus für das Personenregister am Anfang des Buches nicht dankbar genug sein kann, es ist nicht so leicht, hier den Überblick zu behalten und lange Lesepausen empfehlen sich nicht. Neuhaus schreibt wie immer spannend und mit sehr gut eingebettetem Lokalkolorit, die Figuren sind plastisch, trotz der hohen Personenzahl identifizierbar und wie immer kommt auch das persönliche Erleben nicht zu kurz. So gibt es einige überraschende Wendungen, sowohl im Fall, der bis zuletzt spannend bleibt, als auch im Privatleben von Pia.
Formal arbeitet die Autorin damit mit einer weitestgehend chronologischen Erzählung, die von den Gedanken der mordenden Person unterbrochen wird, was den Rätselspaß erhöht. Und auch einem zentralen Mordopfer gönnt sie eine Passage, ein interessanter Zug. Die Tatorte und auch die Art, wie hier Leichen entdeckt werden, sind wirklich spektakulär gebaut und es gibt immer wieder Entwicklungen, die wirklich gar nicht vorherzusehen waren, aber plausibel sind. Ein sehr gelungener Krimi also mit einem guten Tempo! Ein bisschen schade fand ich, dass im Voranschreiten das Thema KI dann doch zunehmend vom Thema Geld abgelöst wurde, hier wäre noch mehr drin gewesen. Und manchmal war auch die Unkenntnis der Ermittler:innen doch etwas übertrieben (eine im hier und jetzt lebende Person, die nicht weiß, was Bouldern ist? Hm...).
Insgesamt überwiegt aber klar die Begeisterung über einen spannenden neuen Fall der Taunuskrimireihe, dessen Ausgang mich auch jetzt schon neugierig auf den nächsten Band macht. Neuhaus bleibt ein Garant für sehr gute und gut recherchiert und aufbereitete Krimis.
Ein großes Dankeschön an vorablesen.de und Ullstein für das Rezensionsexemplar!
Und auch das Privatleben der Ermittler:innen kommt nicht zu kurz – Pia Sander kehrt unfreiwillig früh von ihrem Sabbatical in Namibia zurück – die Beziehung zu ihrem Partner nahm in Afrika einen schweren Knacks, so dass sie es vor Ort nicht mehr aushielt. Ein Glück für ihr Team auf dem Revier! Denn so kann die bewährte Crew des K 11, Oliver Bodenstein, Nicola Engel, Cem Altunay, Tariq Omari, Christian Kröger und natürlich Prof. Dr. Henning Kirchhoff, Pias Ex, sich mit versammelten Kräften einer Serie von Morden widmen, die spektakulär inszeniert sind und mit jedem Mord mehr auch mehr Rätsel aufgeben. Alle Spuren führen zu einer KI namens Prometheus und in den Himalaya – und einer Person, die im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt handelt. Ob das K 11 diesen komplexen Fall entschlüsseln kann?
Neuhaus widmet sich hier einem Thema, das nicht mehr auf der Zeit liegen könnte – ist doch KI und die Gefahren, die mit ihr einhergehen gerade in aller Munde – zu Recht. Entsprechend aktuell und spannend ist dieser Fall, der mit einer ungewöhnlich großen Personage einhergeht, weshalb man Neuhaus für das Personenregister am Anfang des Buches nicht dankbar genug sein kann, es ist nicht so leicht, hier den Überblick zu behalten und lange Lesepausen empfehlen sich nicht. Neuhaus schreibt wie immer spannend und mit sehr gut eingebettetem Lokalkolorit, die Figuren sind plastisch, trotz der hohen Personenzahl identifizierbar und wie immer kommt auch das persönliche Erleben nicht zu kurz. So gibt es einige überraschende Wendungen, sowohl im Fall, der bis zuletzt spannend bleibt, als auch im Privatleben von Pia.
Formal arbeitet die Autorin damit mit einer weitestgehend chronologischen Erzählung, die von den Gedanken der mordenden Person unterbrochen wird, was den Rätselspaß erhöht. Und auch einem zentralen Mordopfer gönnt sie eine Passage, ein interessanter Zug. Die Tatorte und auch die Art, wie hier Leichen entdeckt werden, sind wirklich spektakulär gebaut und es gibt immer wieder Entwicklungen, die wirklich gar nicht vorherzusehen waren, aber plausibel sind. Ein sehr gelungener Krimi also mit einem guten Tempo! Ein bisschen schade fand ich, dass im Voranschreiten das Thema KI dann doch zunehmend vom Thema Geld abgelöst wurde, hier wäre noch mehr drin gewesen. Und manchmal war auch die Unkenntnis der Ermittler:innen doch etwas übertrieben (eine im hier und jetzt lebende Person, die nicht weiß, was Bouldern ist? Hm...).
Insgesamt überwiegt aber klar die Begeisterung über einen spannenden neuen Fall der Taunuskrimireihe, dessen Ausgang mich auch jetzt schon neugierig auf den nächsten Band macht. Neuhaus bleibt ein Garant für sehr gute und gut recherchiert und aufbereitete Krimis.
Ein großes Dankeschön an vorablesen.de und Ullstein für das Rezensionsexemplar!