Intelligent konstruiert, anschaulich geschrieben und sehr spannend!

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nordlicht Avatar

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Inhalt
In Frankfurt und Umgebung kommt es zu einigen Todesfällen, die zunächst Unfällen zugeschrieben werden. Bei den Verstorbenen handelt es sich um bekannte oder wohlhabende Persönlichkeiten. Es ergeben sich Hinweise darauf, dass die Todesfälle zusammenhängen könnten und schließlich wird ein gemeinsamer Nenner gefunden. Die Verstorbenen hatten alle auf irgendeine Weise mit dem Unternehmen des Tech-Milliardärs Patrick Brinkhoff zu tun, der eine bahnbrechende KI namens „Prometheus“ entwickelt hatte. In der Chef-Etage des Unternehmens hatte seinerzeit Uneinigkeit über den Einsatz oder sogar Verkauf von „Prometheus“ geherrscht, doch dann war der leidenschaftliche Bergsteiger Patrick Brinkhoff 2017 in Nepal tödlich verunglückt. Seit dem Tod Brinkhoffs ist das Projekt quasi auf Eis gelegt, da er es mit einem speziellen Code versehen hatte, um es gegen eine unbefugte, bzw. von ihm nicht erwünschte Nutzung zu sichern.


Beurteilung
Der Roman ist sehr komplex, es braucht etwas Zeit, die Familienstruktur der Brinkhoffs und die Hierarchie innerhalb des Unternehmens zu durchschauen. Die Handlung ist sehr intelligent konstruiert, wobei Informationen nur häppchenweise serviert werden und ein mögliches Motiv des Täters sich erst allmählich herauskristallisiert. So ist die Lösung der Mordfälle nicht zu früh absehbar. Da der Täter seine Pläne in eingeschobenen Kapiteln mit dem Leser teilt, weiß dieser, welche Personen noch auf der „Todesliste“ stehen, was die Spannung erhöht. Auch die Cliffhanger und Perspektivwechsel, wenn sich ein potenzielles Mordopfer gerade in einer kritischen Situation befindet, sorgen für viel Spannung.
Die Informationen über die Möglichkeiten und Gefahren modernster Technologien sind sehr interessant und wirken gründlich recherchiert.
Die Romanfiguren sind in ihren Charakteren gründlich ausgestaltet, in Bezug auf das Stammpersonal der Reihe gibt es auch neue private Entwicklungen. Diese sind jedoch auch dann gut verständlich, wenn man die Vorgängerbände nicht oder nur einige davon gelesen hat.

Fazit
Ein intelligent konstruierter, in anschaulicher Erzählweise verfasster und sehr spannender Krimi, dessen Lektüre eine gewisse Konzentration erfordert, dann aber fesselnde Unterhaltung bietet!
Man muss die anderen Bände der Reihe nicht kennen, um der Handlung folgen zu können.
4,5 Sterne