komplex, abwechslungsreich und spannend bis zum Ende
Ein tödlicher Arbeitsunfall auf der Baustelle eines Frankfurter Hochhauses und der Tod einer Frau, die offenbar an ihrer Schalentierallergie gestorben ist, wirken zunächst wie zwei voneinander unabhängige Unglücksfälle. Doch Oliver Bodenstein und Pia Sander stoßen schnell auf Ungereimtheiten und vermuten, dass hinter beiden Todesfällen mehr steckt. Die Ermittlungen führen sie schließlich in die Vergangenheit des verstorbenen Tech-Milliardärs Patrick Brinkhoff, der mit seinem bahnbrechenden KI-Chatbot große Erfolge gefeiert hat.
Je tiefer Pia und Oliver graben, desto mehr Abgründe kommen ans Licht...
„Alles wird Asche“ war mein erstes Buch von Nele Neuhaus und damit gleichzeitig mein Einstieg in die Bodenstein-Kirchhoff-Reihe. Dass ich die vorherigen Bände nicht kannte, war für mich aber überhaupt kein Problem. Natürlich hätte man mit mehr Vorwissen wahrscheinlich manche Hintergründe zu den Figuren und ihrer Vergangenheit noch besser verstanden und vielleicht auch etwas mehr Tiefe bei den Charakteren gehabt. Vieles davon bleibt hier eher im Hintergrund. Trotzdem hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, wichtige Informationen nicht zu verstehen. Die Handlung und auch die Beziehungen zwischen den Figuren waren für mich gut nachvollziehbar, sodass man das Buch problemlos als Einzelband lesen kann.
Der Schreibstil von Nele Neuhaus hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte liest sich flüssig und durch die wechselnden Perspektiven entsteht ein angenehmes Tempo. Die unterschiedlichen Perspektiven waren für mich definitiv ein Pluspunkt, da sie viel zur Geschichte beigetragen haben. Man bekommt Einblicke in die Sichtweise der (potenziellen) Opfer, des Täters oder der Täterin und natürlich der Ermittler*innen. Dadurch kommt ordentlich Dynamik in die Handlung, man steckt immer wieder mitten in unterschiedlichen Situationen und die Handlung wird nicht eintönig. Gleichzeitig wirken die Figuren dadurch greifbarer und ihre Gedanken und Handlungen sind noch besser nachvollziehbar.
Ein weiterer Pluspunkt war für mich das Ermittlungsteam. Der Fokus liegt vor allem auf Pia Sander, die mir sehr sympathisch war, aber auch Oliver Bodenstein mochte ich gerne. Zusammen mit den Nebenfiguren ergeben sie ein stimmiges und abwechslungsreiches Team.
Auch der Fall selbst hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist komplex, abwechslungsreich und durchaus wendungsreich. Relativ schnell war für mich allerdings klar, dass die verschiedenen Ereignisse irgendwie zusammenhängen. Auch die Verbindung zur Vergangenheit konnte ich schon recht früh erahnen. Das hat der Spannung für mich aber erstaunlicherweise kaum geschadet. Denn obwohl man einige Zusammenhänge bereits kommen sieht, bleibt bis zum Ende die Frage offen, wer tatsächlich hinter den Morden steckt. Die Auflösung fand ich schlüssig und gut erklärt, sodass am Ende für mich keine größeren Fragen offenblieben.
Sehr gelungen fand ich außerdem, dass nicht ausschließlich der Kriminalfall im Mittelpunkt steht. Gerade Pias Privatleben bekommt hier einiges an Raum und bei ihr steht tatsächlich einiges Kopf. Das war für mich ein guter Ausgleich zu den Ermittlungen und hat die Geschichte persönlicher gemacht. Gleichzeitig hatte ich dadurch das Gefühl, Pia auch unabhängig vom Fall etwas besser kennenzulernen. Lediglich die Entwicklung gegen Ende ging mir persönlich etwas zu schnell und wirkte auf mich stellenweise überstürzt.
Fazit
Insgesamt mochte ich „Alles wird Asche“ von Nele Neuhaus richtig gerne. Die Geschichte ist spannend, vielschichtig und abwechslungsreich, ohne sich ausschließlich auf überraschende Wendungen zu verlassen.
Für mich definitiv ein gelungener Einstieg in die Reihe und ich hätte nach diesem Band durchaus Lust, Pia, Oliver und ihre Kolleg*innen auch in den anderen Fällen noch näher kennenzulernen.
Je tiefer Pia und Oliver graben, desto mehr Abgründe kommen ans Licht...
„Alles wird Asche“ war mein erstes Buch von Nele Neuhaus und damit gleichzeitig mein Einstieg in die Bodenstein-Kirchhoff-Reihe. Dass ich die vorherigen Bände nicht kannte, war für mich aber überhaupt kein Problem. Natürlich hätte man mit mehr Vorwissen wahrscheinlich manche Hintergründe zu den Figuren und ihrer Vergangenheit noch besser verstanden und vielleicht auch etwas mehr Tiefe bei den Charakteren gehabt. Vieles davon bleibt hier eher im Hintergrund. Trotzdem hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, wichtige Informationen nicht zu verstehen. Die Handlung und auch die Beziehungen zwischen den Figuren waren für mich gut nachvollziehbar, sodass man das Buch problemlos als Einzelband lesen kann.
Der Schreibstil von Nele Neuhaus hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte liest sich flüssig und durch die wechselnden Perspektiven entsteht ein angenehmes Tempo. Die unterschiedlichen Perspektiven waren für mich definitiv ein Pluspunkt, da sie viel zur Geschichte beigetragen haben. Man bekommt Einblicke in die Sichtweise der (potenziellen) Opfer, des Täters oder der Täterin und natürlich der Ermittler*innen. Dadurch kommt ordentlich Dynamik in die Handlung, man steckt immer wieder mitten in unterschiedlichen Situationen und die Handlung wird nicht eintönig. Gleichzeitig wirken die Figuren dadurch greifbarer und ihre Gedanken und Handlungen sind noch besser nachvollziehbar.
Ein weiterer Pluspunkt war für mich das Ermittlungsteam. Der Fokus liegt vor allem auf Pia Sander, die mir sehr sympathisch war, aber auch Oliver Bodenstein mochte ich gerne. Zusammen mit den Nebenfiguren ergeben sie ein stimmiges und abwechslungsreiches Team.
Auch der Fall selbst hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist komplex, abwechslungsreich und durchaus wendungsreich. Relativ schnell war für mich allerdings klar, dass die verschiedenen Ereignisse irgendwie zusammenhängen. Auch die Verbindung zur Vergangenheit konnte ich schon recht früh erahnen. Das hat der Spannung für mich aber erstaunlicherweise kaum geschadet. Denn obwohl man einige Zusammenhänge bereits kommen sieht, bleibt bis zum Ende die Frage offen, wer tatsächlich hinter den Morden steckt. Die Auflösung fand ich schlüssig und gut erklärt, sodass am Ende für mich keine größeren Fragen offenblieben.
Sehr gelungen fand ich außerdem, dass nicht ausschließlich der Kriminalfall im Mittelpunkt steht. Gerade Pias Privatleben bekommt hier einiges an Raum und bei ihr steht tatsächlich einiges Kopf. Das war für mich ein guter Ausgleich zu den Ermittlungen und hat die Geschichte persönlicher gemacht. Gleichzeitig hatte ich dadurch das Gefühl, Pia auch unabhängig vom Fall etwas besser kennenzulernen. Lediglich die Entwicklung gegen Ende ging mir persönlich etwas zu schnell und wirkte auf mich stellenweise überstürzt.
Fazit
Insgesamt mochte ich „Alles wird Asche“ von Nele Neuhaus richtig gerne. Die Geschichte ist spannend, vielschichtig und abwechslungsreich, ohne sich ausschließlich auf überraschende Wendungen zu verlassen.
Für mich definitiv ein gelungener Einstieg in die Reihe und ich hätte nach diesem Band durchaus Lust, Pia, Oliver und ihre Kolleg*innen auch in den anderen Fällen noch näher kennenzulernen.