Komplexer Fall mit leichten Längen
Lange musste man auf den 12. Fall der Taunus-Krimi-Reihe warten, aber es hat sich gelohnt. Denn Nele Neuhaus schreibt keine 0815-Geschichten. Im Gegenteil...hier handelt es sich um einen hochkomplexen Fall, angesiedelt in der Technologiebranche.
Zwei ungewöhnliche Todesfälle, die nicht von Anfang an zwingend als Mord zu erkennen sind und deren Zusammenhang auch nicht direkt durchschaubar ist.
Wie immer bei der Autorin: Spannend und flüssig geschrieben, das Privatleben der Ermittler, in diesem Fall vor allen Dingen Pias, bekommt ausreichend aber nicht übertrieben Raum .
Meine Kritikpunkte: Das Buch hat einige Längen. Vor allem am Anfang ist es mir, trotz Übersichtsplan, nicht leicht gefallen, die Personen richtig zuzuordnen.
Die letzten hundert Seiten waren dann allerdings so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Und, nicht wirklich wichtig, aber mich hat es etwas gestört: Die Kommasetzung wurde beim Lektorat oft vernachlässigt.
Alles in allem: Lesenswert, seriöse Kost, aber nicht der beste Band aus der Reihe.
Trotzdem freue ich mich auf den 13. Fall und werde geduldig warten ;-)