Künstliche Intelligenz trifft auf menschliche Schwächen
„Alles wird Asche“ ist bereits der 12. Bodenstein-Kirchhoff-Krimi von Nele Neuhaus in dem im Zuge der Mordermittlungen wieder ein hochaktuelles Thema aufgegriffen wird.
Nach nur drei Monaten mit ihrem Mann Christoph in Afrika kehrt Pia nach Frankfurt zurück und beendet vorzeitig ihr Sabbatical. Im Kommissariat wird ihre unverhoffte Rückkehr dankbar aufgenommen, denn ein an den Füßen aufgehängter Toter in der Baustelle eines exklusiven Hochhauses gibt Rätsel auf und bald darauf stürzt ein zweiter Toter medienwirksam aus einer Baumkrone. Bei den Ermittlungen stößt das Team um Pia und Bodenstein immer wieder auf die Brinkhoff-Group und den bereits zwei Jahre zuvor beim Bergsteigen tödlich verunglückten Unternehmensgründer und Tech-Pionier Patrick Brinkhoff. Aber nicht nur bei den Ermittlungen geht es fieberhaft zu, auch Pias Privatleben verläuft nicht gerade in ruhigen Gewässern.
Thematisch dreht sich in diesem Krimi vieles um Rache, materielle Gier und dubiose Geldgeschäfte, sowie KI und familiäre Bande. Ausgesprochen gut recherchiert verdeutlicht Nele Neuhaus in ihrem Krimi auf nachvollziehbare Weise die Möglichkeiten und Gefahren der KI, sowie betrügerische Methoden mit Aktiengeschäften. Äußerst interessante und aktuelle Ansätze, die in Kombination mit der Ermittlungsarbeit und den privaten Lebensumstände der Kommissare, aber auch der Verdächtigen eine sehr fesselnde Mischung ergeben. Wer die Bodenstein-Kirchhoff-Krimis bereits kennt, findet sich leicht in den etwas sprunghaften Schreibstil ein, der dabei aber sehr ausdrucksstark ist und sich flüssig liest. Durch die Bekanntheit der Ermittlern aus den Vorgängerkrimis, ist der Leser noch näher an den Charakteren dran und fühlt dementsprechend auch noch intensiver mit. Das Hörbuch wird von Julia Nachtmann mit einer sehr angenehmen Stimmfarbe gesprochen, die einigen Figuren Wiedererkennungswert verleiht. Die zahlreichen Charaktere, sowie Verbindungen zwischen ihnen nötigen allen Hörbuchhörern zu Anfang dennoch äußerste Konzentration ab – deutlich mehr als den Printlesern. Überraschende Wendungen, falsche Fährten, unerwartete Verbindungen, menschliche Abgründe und eine dramatische Auflösung sorgen für Spannung von Anfang bis Ende.
Im Fokus stehen natürlich wieder einmal Pia Sander (frühere Kirchhoff) und ihr Chef und Leiter des K11 Oliver von Bodenstein. Die beiden ergänzen sich als Ermittler ganz hervorragend und sind auch privat auf freundschaftlich-vertraute Weise miteinander verbunden. Beruflich geht vor allem Pia nicht immer ausschließlich analytisch vor, sondern lässt sich auch oft von ihrem Bauchgefühl leiten. Privat stehen ihr im aktuellen Band einige Turbulenzen, denn während ihr Ehemann Christoph beruflich in Afrika weilt, flieht sie zurück nach Frankfurt. Dort trifft sie im Zuge der Mordermittlungen nicht nur einen ehemaligen Freund und Kollegen wieder, sondern steht auch ihrem Ex-Mann, dem Rechtmediziner und Bestseller-Autor Hennig Kirchhoff in einer schwierigen Situation zur Seite. Letzterer zeigt sich ungewohnt einsichtig und verletzlich, während Pias zweiter Ehemann Christoph sich auf einem Selbstverwirklichungstrip befindet und sich ungewohnt rücksichtslos zeigt. Menschliche Schwächen und wunderbar authentische Persönlichkeitsentwicklungen runden diesen gelungenen Krimi stimmig ab.
„Alles wird Asche“ setzt die beliebte Bodenstein-Kirchhoff-Krimireihe auf gewohnt hohem Niveau fort. Komplizierte Mordermittlungen gewinnen durch aktuelle Themenbezüge und die Einbindung des Privatlebens der Protagonisten eine enorme Attraktivität. Wieder ein richtig starker Fall für das Ermittlerduo des K11.
Nach nur drei Monaten mit ihrem Mann Christoph in Afrika kehrt Pia nach Frankfurt zurück und beendet vorzeitig ihr Sabbatical. Im Kommissariat wird ihre unverhoffte Rückkehr dankbar aufgenommen, denn ein an den Füßen aufgehängter Toter in der Baustelle eines exklusiven Hochhauses gibt Rätsel auf und bald darauf stürzt ein zweiter Toter medienwirksam aus einer Baumkrone. Bei den Ermittlungen stößt das Team um Pia und Bodenstein immer wieder auf die Brinkhoff-Group und den bereits zwei Jahre zuvor beim Bergsteigen tödlich verunglückten Unternehmensgründer und Tech-Pionier Patrick Brinkhoff. Aber nicht nur bei den Ermittlungen geht es fieberhaft zu, auch Pias Privatleben verläuft nicht gerade in ruhigen Gewässern.
Thematisch dreht sich in diesem Krimi vieles um Rache, materielle Gier und dubiose Geldgeschäfte, sowie KI und familiäre Bande. Ausgesprochen gut recherchiert verdeutlicht Nele Neuhaus in ihrem Krimi auf nachvollziehbare Weise die Möglichkeiten und Gefahren der KI, sowie betrügerische Methoden mit Aktiengeschäften. Äußerst interessante und aktuelle Ansätze, die in Kombination mit der Ermittlungsarbeit und den privaten Lebensumstände der Kommissare, aber auch der Verdächtigen eine sehr fesselnde Mischung ergeben. Wer die Bodenstein-Kirchhoff-Krimis bereits kennt, findet sich leicht in den etwas sprunghaften Schreibstil ein, der dabei aber sehr ausdrucksstark ist und sich flüssig liest. Durch die Bekanntheit der Ermittlern aus den Vorgängerkrimis, ist der Leser noch näher an den Charakteren dran und fühlt dementsprechend auch noch intensiver mit. Das Hörbuch wird von Julia Nachtmann mit einer sehr angenehmen Stimmfarbe gesprochen, die einigen Figuren Wiedererkennungswert verleiht. Die zahlreichen Charaktere, sowie Verbindungen zwischen ihnen nötigen allen Hörbuchhörern zu Anfang dennoch äußerste Konzentration ab – deutlich mehr als den Printlesern. Überraschende Wendungen, falsche Fährten, unerwartete Verbindungen, menschliche Abgründe und eine dramatische Auflösung sorgen für Spannung von Anfang bis Ende.
Im Fokus stehen natürlich wieder einmal Pia Sander (frühere Kirchhoff) und ihr Chef und Leiter des K11 Oliver von Bodenstein. Die beiden ergänzen sich als Ermittler ganz hervorragend und sind auch privat auf freundschaftlich-vertraute Weise miteinander verbunden. Beruflich geht vor allem Pia nicht immer ausschließlich analytisch vor, sondern lässt sich auch oft von ihrem Bauchgefühl leiten. Privat stehen ihr im aktuellen Band einige Turbulenzen, denn während ihr Ehemann Christoph beruflich in Afrika weilt, flieht sie zurück nach Frankfurt. Dort trifft sie im Zuge der Mordermittlungen nicht nur einen ehemaligen Freund und Kollegen wieder, sondern steht auch ihrem Ex-Mann, dem Rechtmediziner und Bestseller-Autor Hennig Kirchhoff in einer schwierigen Situation zur Seite. Letzterer zeigt sich ungewohnt einsichtig und verletzlich, während Pias zweiter Ehemann Christoph sich auf einem Selbstverwirklichungstrip befindet und sich ungewohnt rücksichtslos zeigt. Menschliche Schwächen und wunderbar authentische Persönlichkeitsentwicklungen runden diesen gelungenen Krimi stimmig ab.
„Alles wird Asche“ setzt die beliebte Bodenstein-Kirchhoff-Krimireihe auf gewohnt hohem Niveau fort. Komplizierte Mordermittlungen gewinnen durch aktuelle Themenbezüge und die Einbindung des Privatlebens der Protagonisten eine enorme Attraktivität. Wieder ein richtig starker Fall für das Ermittlerduo des K11.