Mord(e) im Taunus, in Frankfurt und darüber hinaus
Mit "Alles wird Asche" ist bereits der zwölfte Fall für Pia Sander und Oliver von Bodenstein aus Nele Neuhaus’ Bodenstein-Kirchhoff-Reihe erschienen. Nele Neuhaus ist für mich dabei längst keine Unbekannte: Auch wenn ich noch nicht alle Bücher der Reihe gelesen beziehungsweise gehört habe, habe ich mich gefreut, mal wieder in ihre Krimiwelt zurückzukehren.
Worum gehts?
Dieses Mal beginnt der Fall mit zwei Todesfällen, die zunächst wie tragische Unfälle aussehen. Ein Bauunternehmer stirbt auf einer Baustelle, eine Frau kommt in der Kryokammer ihrer Villa ums Leben. Erst nach und nach wird deutlich, dass hinter den Todesfällen mehr steckt und sich die Ermittlungen zu einer Mordserie ausweiten. Die Spuren führen Pia und Bodenstein in das Umfeld des Tech-Milliardärs Gunnar Grevenkamp, seiner Familie und seiner Softwarefirma. Dabei geht es unter anderem um einen KI-Chatbot, aber auch um Ereignisse aus der Vergangenheit, die mit den aktuellen Fällen verbunden sind.
Meine Meinung
Besonders gut gefallen hat mir diesmal das Setting. Die Geschichte bewegt sich nicht nur im bekannten Taunus- beziehungsweise Frankfurter Umfeld, sondern führt an verschiedene Schauplätze. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei der Himalaya, der ebenfalls eine Rolle in der Geschichte spielt. Diese unterschiedlichen Orte sorgen für Abwechslung und geben dem Krimi eine größere räumliche Dimension.
Auch das Umfeld rund um Grevenkamps Unternehmen fand ich interessant. Die Verbindung aus Familiengeheimnissen, wirtschaftlichen Interessen und moderner Technologie bietet genügend Ansatzpunkte für mögliche Motive. Das KI-Thema hat mich im Laufe der Geschichte besonders neugierig gemacht. Ich hatte deshalb erwartet, dass die Software und ihre Möglichkeiten noch etwas mehr Raum in der Geschichte einnehmen würden. Das war letztlich nicht ganz der Fall, was aber auch nicht weiter schlimm war.
Was für mich sehr gut funktioniert hat, war die Zahl der möglichen Tatverdächtigen. Es gibt genügend Figuren mit unterschiedlichen Verbindungen zum Fall, sodass man beim Hören tatsächlich gut miträtseln kann. Gleichzeitig hatte ich nicht das Gefühl, dass alle Verdächtigen nur deshalb existieren, um möglichst viele falsche Fährten zu legen.
Im Gegenteil: Ich hatte zwischendurch sogar einmal das Gefühl, die Lösung bereits durchschaut zu haben. Tatsächlich lag ich damit falsch. Das fand ich gelungen, weil die Geschichte dadurch genau das geschafft hat, was ich mir von einem Krimi wünsche: Sie gibt mir genug Hinweise, damit ich selbst mitdenken kann, ohne mir die Lösung zu offensichtlich vor die Füße zu legen. Gerade bei einer längeren Krimireihe finde ich das wichtig. Man möchte nicht einfach nur verfolgen, wie das Ermittler:innenteam den Fall löst, sondern selbst ein bisschen Teil der Ermittlungen werden.
Trotz der verschiedenen Schauplätze, Figuren und Verbindungen bleibt die Handlung für mich insgesamt nachvollziehbar. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die einzelnen Zusammenhänge aufzubauen und die Vergangenheit mit den aktuellen Ereignissen zu verknüpfen. Besonders positiv ist mir deshalb das Ende aufgefallen. Nach einem durchaus komplexen Fall war die Auflösung für mich schlüssig. Sie wirkte nicht wie eine nachträglich aus dem Hut gezauberte Erklärung, sondern fügte die vorher gelegten Spuren sinnvoll zusammen.
Gehört habe ich "Alles wird Asche" als Hörbuch, schön eingesprochen von Julia Nachtmann. Bei einer Laufzeit von 13 Stunden und 45 Minuten ist es ein Hörbuch, das einen eine ganze Weile begleitet. Für mich hat das gut funktioniert, gerade weil die Geschichte mehrere Handlungsstränge, zahlreiche Figuren und unterschiedliche Schauplätze miteinander verbindet.
Fazit
"Alles wird Asche" hat mir vor allem deshalb gut gefallen, weil ich beim Hören tatsächlich miträtseln konnte. Die vielen Tatverdächtigen, die unterschiedlichen Schauplätze und die Verbindungen zwischen Gegenwart und Vergangenheit ergeben einen abwechslungsreichen Fall, der mich über die lange Laufzeit gut bei der Stange gehalten hat. Wer die Bodenstein-Kirchhoff-Reihe bereits kennt, bekommt hier einen weiteren Fall mit den vertrauten Ermittler:innen. Aber auch für Krimifans, die Freude an vielen Verdächtigen, unterschiedlichen Schauplätzen und einem Fall zum Miträtseln haben, dürfte Alles wird Asche interessant sein. Von mir gibt es eine Empfehlung. Vielen Dank an NetGalley.de und Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar.
Worum gehts?
Dieses Mal beginnt der Fall mit zwei Todesfällen, die zunächst wie tragische Unfälle aussehen. Ein Bauunternehmer stirbt auf einer Baustelle, eine Frau kommt in der Kryokammer ihrer Villa ums Leben. Erst nach und nach wird deutlich, dass hinter den Todesfällen mehr steckt und sich die Ermittlungen zu einer Mordserie ausweiten. Die Spuren führen Pia und Bodenstein in das Umfeld des Tech-Milliardärs Gunnar Grevenkamp, seiner Familie und seiner Softwarefirma. Dabei geht es unter anderem um einen KI-Chatbot, aber auch um Ereignisse aus der Vergangenheit, die mit den aktuellen Fällen verbunden sind.
Meine Meinung
Besonders gut gefallen hat mir diesmal das Setting. Die Geschichte bewegt sich nicht nur im bekannten Taunus- beziehungsweise Frankfurter Umfeld, sondern führt an verschiedene Schauplätze. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei der Himalaya, der ebenfalls eine Rolle in der Geschichte spielt. Diese unterschiedlichen Orte sorgen für Abwechslung und geben dem Krimi eine größere räumliche Dimension.
Auch das Umfeld rund um Grevenkamps Unternehmen fand ich interessant. Die Verbindung aus Familiengeheimnissen, wirtschaftlichen Interessen und moderner Technologie bietet genügend Ansatzpunkte für mögliche Motive. Das KI-Thema hat mich im Laufe der Geschichte besonders neugierig gemacht. Ich hatte deshalb erwartet, dass die Software und ihre Möglichkeiten noch etwas mehr Raum in der Geschichte einnehmen würden. Das war letztlich nicht ganz der Fall, was aber auch nicht weiter schlimm war.
Was für mich sehr gut funktioniert hat, war die Zahl der möglichen Tatverdächtigen. Es gibt genügend Figuren mit unterschiedlichen Verbindungen zum Fall, sodass man beim Hören tatsächlich gut miträtseln kann. Gleichzeitig hatte ich nicht das Gefühl, dass alle Verdächtigen nur deshalb existieren, um möglichst viele falsche Fährten zu legen.
Im Gegenteil: Ich hatte zwischendurch sogar einmal das Gefühl, die Lösung bereits durchschaut zu haben. Tatsächlich lag ich damit falsch. Das fand ich gelungen, weil die Geschichte dadurch genau das geschafft hat, was ich mir von einem Krimi wünsche: Sie gibt mir genug Hinweise, damit ich selbst mitdenken kann, ohne mir die Lösung zu offensichtlich vor die Füße zu legen. Gerade bei einer längeren Krimireihe finde ich das wichtig. Man möchte nicht einfach nur verfolgen, wie das Ermittler:innenteam den Fall löst, sondern selbst ein bisschen Teil der Ermittlungen werden.
Trotz der verschiedenen Schauplätze, Figuren und Verbindungen bleibt die Handlung für mich insgesamt nachvollziehbar. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die einzelnen Zusammenhänge aufzubauen und die Vergangenheit mit den aktuellen Ereignissen zu verknüpfen. Besonders positiv ist mir deshalb das Ende aufgefallen. Nach einem durchaus komplexen Fall war die Auflösung für mich schlüssig. Sie wirkte nicht wie eine nachträglich aus dem Hut gezauberte Erklärung, sondern fügte die vorher gelegten Spuren sinnvoll zusammen.
Gehört habe ich "Alles wird Asche" als Hörbuch, schön eingesprochen von Julia Nachtmann. Bei einer Laufzeit von 13 Stunden und 45 Minuten ist es ein Hörbuch, das einen eine ganze Weile begleitet. Für mich hat das gut funktioniert, gerade weil die Geschichte mehrere Handlungsstränge, zahlreiche Figuren und unterschiedliche Schauplätze miteinander verbindet.
Fazit
"Alles wird Asche" hat mir vor allem deshalb gut gefallen, weil ich beim Hören tatsächlich miträtseln konnte. Die vielen Tatverdächtigen, die unterschiedlichen Schauplätze und die Verbindungen zwischen Gegenwart und Vergangenheit ergeben einen abwechslungsreichen Fall, der mich über die lange Laufzeit gut bei der Stange gehalten hat. Wer die Bodenstein-Kirchhoff-Reihe bereits kennt, bekommt hier einen weiteren Fall mit den vertrauten Ermittler:innen. Aber auch für Krimifans, die Freude an vielen Verdächtigen, unterschiedlichen Schauplätzen und einem Fall zum Miträtseln haben, dürfte Alles wird Asche interessant sein. Von mir gibt es eine Empfehlung. Vielen Dank an NetGalley.de und Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar.