So spannend wie tödlich
Künstliche Intelligenz. Am Anfang ist der Mensch, der sie mit Infos versorgt, der sie zum Laufen bringt. KI – die immer mehr Eigenständigkeit entwickelt, wir wissen es. Nele Neuhaus zwölfter Kriminalroman aus der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe verwebt diese neue Technik mit ihrer Geschichte um menschliche Abgründe. Um Gier und Rache. Um Empfindungen, die auch nach dem Ableben eines klugen Kopfes nicht zu stoppen sind.
Bevor ich die ersten Seiten lese, fällt mir das über zwei Buchseiten doch umfangreiche Personenregister auf, das ich bald und immer wieder zuhilfe nehmen werde. Dann wird es gleich dramatisch, als eine Villa im Taunus in Flammen aufgeht, um wenige Wochen später auf Sylt mittendrin in einer verunglückten Geburtstagsvorbereitung zu sein.
Oliver Bodenstein wird zu einem Hochhaus-Neubau gerufen. Ein Toter, mit einem Fuß in einer Schlinge, hängt kopfüber in schwindelerregender Höhe an einem Seil. Hat er sich selber in diese missliche, für ihn tödliche Lage, gebracht? Ist es ein tragischer Unfall? Als wenig später an anderer Stelle eine zweite, ähnlich inszenierte Leiche, gefunden wird, erhärtet sich der Verdacht, dass es sich hier um Mord handelt.
Nach zweieinhalb Monaten Pause ist Pia Sanders Sabbatical offiziell (vorzeitig) beendet, sie und Oliver ermitteln in diesen noch ziemlich undurchsichtigen Todesfällen, deren Spuren zu dem auf dem Mount Everest verunglückten Tech-Millionär Patrick Brinkhoff führen. Es werden weitere Tote hinzukommen, nicht sofort offenbaren sich Ähnlichkeiten.
Dazwischen ploppen Tätergedanken (in kursiver Schrift) mehrmals auf, die verraten, dass es sich hier um gezielte Tötungen aufgrund massiven Fehlverhaltens handelt, auch ist die Freude um die Entwicklung, die diese Taten mit sich bringen, für diesen Beobachter mitsamt seinem angenehmen Nervenkitzel deutlich spürbar.
Man sollte sich auf dieses Buch schon einlassen, um die einzelnen Handlungsstränge in Gänze zu verfolgen und zu verinnerlichen. Neben Patrick Brinkhoff sind es Ehefrauen, Kinder, Geschwister, Freunde und noch einige mehr, deren Leben in bestimmten Phasen näher betrachtet und ins Geschehen involviert sind. Leben, die sich zuweilen kreuzen, die von Patricks Firmenimperium profitieren – der eine mehr, der andere weniger. Der rasant voranschreitende technische Fortschritt darf auch hier nicht fehlen, KI bestimmt schon heute Teile unseres Lebens, dem wir uns nicht mehr verschließen können. Die Autorin lässt PROMETHEUS gekonnt mit einfließen, ohne einen techniküberladenen Thriller zu präsentieren. Nicht die Maschine ist es, es ist der Mensch in seiner Gier, der in seinem Bestreben nach Macht und Besitz sich ihrer bedient, auch wenn die Nachrichten einer sich selbständig machender KI nicht abreißen.
„Alles wird Asche“ ist ein in sich abgeschlossener, so spannend wie tödlicher Kriminalroman, der gelesen werden will.
Bevor ich die ersten Seiten lese, fällt mir das über zwei Buchseiten doch umfangreiche Personenregister auf, das ich bald und immer wieder zuhilfe nehmen werde. Dann wird es gleich dramatisch, als eine Villa im Taunus in Flammen aufgeht, um wenige Wochen später auf Sylt mittendrin in einer verunglückten Geburtstagsvorbereitung zu sein.
Oliver Bodenstein wird zu einem Hochhaus-Neubau gerufen. Ein Toter, mit einem Fuß in einer Schlinge, hängt kopfüber in schwindelerregender Höhe an einem Seil. Hat er sich selber in diese missliche, für ihn tödliche Lage, gebracht? Ist es ein tragischer Unfall? Als wenig später an anderer Stelle eine zweite, ähnlich inszenierte Leiche, gefunden wird, erhärtet sich der Verdacht, dass es sich hier um Mord handelt.
Nach zweieinhalb Monaten Pause ist Pia Sanders Sabbatical offiziell (vorzeitig) beendet, sie und Oliver ermitteln in diesen noch ziemlich undurchsichtigen Todesfällen, deren Spuren zu dem auf dem Mount Everest verunglückten Tech-Millionär Patrick Brinkhoff führen. Es werden weitere Tote hinzukommen, nicht sofort offenbaren sich Ähnlichkeiten.
Dazwischen ploppen Tätergedanken (in kursiver Schrift) mehrmals auf, die verraten, dass es sich hier um gezielte Tötungen aufgrund massiven Fehlverhaltens handelt, auch ist die Freude um die Entwicklung, die diese Taten mit sich bringen, für diesen Beobachter mitsamt seinem angenehmen Nervenkitzel deutlich spürbar.
Man sollte sich auf dieses Buch schon einlassen, um die einzelnen Handlungsstränge in Gänze zu verfolgen und zu verinnerlichen. Neben Patrick Brinkhoff sind es Ehefrauen, Kinder, Geschwister, Freunde und noch einige mehr, deren Leben in bestimmten Phasen näher betrachtet und ins Geschehen involviert sind. Leben, die sich zuweilen kreuzen, die von Patricks Firmenimperium profitieren – der eine mehr, der andere weniger. Der rasant voranschreitende technische Fortschritt darf auch hier nicht fehlen, KI bestimmt schon heute Teile unseres Lebens, dem wir uns nicht mehr verschließen können. Die Autorin lässt PROMETHEUS gekonnt mit einfließen, ohne einen techniküberladenen Thriller zu präsentieren. Nicht die Maschine ist es, es ist der Mensch in seiner Gier, der in seinem Bestreben nach Macht und Besitz sich ihrer bedient, auch wenn die Nachrichten einer sich selbständig machender KI nicht abreißen.
„Alles wird Asche“ ist ein in sich abgeschlossener, so spannend wie tödlicher Kriminalroman, der gelesen werden will.