Sogwirkung bei komplexem Setting
Bei Band 12 in eine Krimireihe einzusteigen, ist keine so richtig gelungene Idee. Bei Nele Neuhaus‘ neuestem Taunuskrimi macht sie sogar besonders wenig Sinn: Die Autorin schafft nicht nur eine ziemlich komplexe Ausgangslage mit vielen Protagonist*innen, auch ihr Kommissariat 11 ist mit einer Vielzahl von Personen besetzt, die z.T. auch noch private Verstrickungen erleben. Wenn man hier ebenfalls nicht durchblickt, weil man noch nicht mal die Stammbesetzung der Reihe kennt, braucht man schon ein gewisses Maß an Durchhaltewillen. War mein Leseerlebnis aufgrund meiner geballten Unkenntnis anfangs etwas holprig? Definitiv. Bereue ich, „Alles wird Asche“ gelesen zu haben? Auf keinen Fall!
Ich habe tatsächlich ca. 150 Seiten gebraucht, bis ich in der Geschichte so richtig Fuß gefasst hatte. Aber dann wurden mir die Zusammenhänge langsam klarer und der Krimi entwickelte eine immer größere Sogwirkung. Das Frankfurt- und Taunus-Setting fand ich sehr gut umgesetzt – da ich die Gegend kenne, konnte ich mir vieles bildlich vorstellen. Die Kriminalfälle sind spektakulär, die meisten Entwicklungen habe ich nicht kommen sehen und das dramatische Finale fand ich sehr gelungen. Auf Motiv und Ausführung denke ich zwar immer noch herum und bin mir nicht sicher, ob ich das Ganze zu hundert Prozent plausibel finde. Dadurch, dass Nele Neuhaus nicht alles bis ins letzte Detail erklärt, kam es mir allerdings auch nicht unstimmig vor. Insgesamt ein fesselndes Krimivergnügen, das anfangs vermutlich noch mehr Spaß macht, wenn man Ermittlerinnen und Ermittler sowie ihr Privatleben bereits einordnen kann.
Das einzige, worauf ich wirklich hätte verzichten können, ist übrigens das „umlaufende Nachsatzpapier“, wie es der Verlag nennt. Es sieht ohne Zweifel schick aus, stört aber beim Lesen. Eventuell soll es den gerade so angesagten Farbschnitt ersetzen, aber ich hätte gerne darauf verzichtet. Irgendwann habe ich es vor dem Nachsatz weggeknickt.
Ich habe tatsächlich ca. 150 Seiten gebraucht, bis ich in der Geschichte so richtig Fuß gefasst hatte. Aber dann wurden mir die Zusammenhänge langsam klarer und der Krimi entwickelte eine immer größere Sogwirkung. Das Frankfurt- und Taunus-Setting fand ich sehr gut umgesetzt – da ich die Gegend kenne, konnte ich mir vieles bildlich vorstellen. Die Kriminalfälle sind spektakulär, die meisten Entwicklungen habe ich nicht kommen sehen und das dramatische Finale fand ich sehr gelungen. Auf Motiv und Ausführung denke ich zwar immer noch herum und bin mir nicht sicher, ob ich das Ganze zu hundert Prozent plausibel finde. Dadurch, dass Nele Neuhaus nicht alles bis ins letzte Detail erklärt, kam es mir allerdings auch nicht unstimmig vor. Insgesamt ein fesselndes Krimivergnügen, das anfangs vermutlich noch mehr Spaß macht, wenn man Ermittlerinnen und Ermittler sowie ihr Privatleben bereits einordnen kann.
Das einzige, worauf ich wirklich hätte verzichten können, ist übrigens das „umlaufende Nachsatzpapier“, wie es der Verlag nennt. Es sieht ohne Zweifel schick aus, stört aber beim Lesen. Eventuell soll es den gerade so angesagten Farbschnitt ersetzen, aber ich hätte gerne darauf verzichtet. Irgendwann habe ich es vor dem Nachsatz weggeknickt.