Spannender Taunuskrimi

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pajo47 Avatar

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Mit „Alles wird Asche“ legt Nele Neuhaus bereits den 12. Band ihrer erfolgreichen Taunus-Reihe um das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Sander (ehemals Kirchhoff) vor. Der Titel spielt auf den griechischen Prometheus-Mythos an: Wer das Feuer stiehlt, dem wird schließlich alles zu Asche. Dieses Motiv überträgt die Autorin geschickt in die Gegenwart. Prometheus ist hier der Name eines revolutionären KI-Chatbots.

Der geniale Entwickler Patrick Brinkhoff kommt bei einer Expedition am Mount Everest ums Leben. Jahre später erschüttern zwei scheinbar unabhängige Unglücke den Taunus. Eine Frau stirbt in ihrem brennenden Haus, kurz darauf verunglückt ein Bauunternehmer auf grausame Weise in einem Rohbau, wo er kopfüber in einem Seil hängen bleibt. Schnell wird klar, dass hinter den vermeintlichen Unfällen weit mehr steckt. Und es bleibt nicht bei diesen beiden Todesopfern.

Der Krimi ist von Anfang bis Ende äußerst spannend erzählt und überrascht immer wieder mit unerwarteten Wendungen. Besonders gut gefallen hat mir, dass Nele Neuhaus immer wieder kurze Passagen aus der Gedankenwelt der Person einstreut, die die Morde geplant hat. Dadurch glaubt man als Leser zunächst, den Ermittlern einen Schritt voraus zu sein. Tatsächlich bleiben die Hinweise aber so raffiniert, dass man der Wahrheit kaum näher kommt.

Erst nach mehreren spektakulären Ereignissen steuert die Geschichte auf einen packenden Showdown zu, in dem sich die Zusammenhänge schlüssig auflösen.

Ein fesselnder Kriminalroman mit aktuellem KI-Thema, viel Spannung und einer clever konstruierten Handlung. Er bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.