Tödliche KI-Chatbots

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Eine Tote bei einem Villenbrand, ein toter Bauunternehmer, der kopfüber im Rohbau eines Hochhauses hängt, und ein weiterer Toter, der noch dazu der Bruder von Professor Henning Kirchhoff ist. Zunächst sieht alles nach Unglücksfällen aus und es scheint keinen Zusammenhang zu geben. Doch das Team um Bodenstein und Kirchhoff entwirrt nach und nach das Puzzle um eine brutale und perfide Mordserie.

Im zwölften Band der Reihe um das Ermittler-Duo geht es um Tech-Entwicklung, Investoren, Loyalität, verpasste Chancen, Rache und sehr viel Geld.

Ich lese die Kriminalromane von Nele Neuhaus sehr gerne. Ihr Schreibstil gefällt mir und auch die Thematik ihrer Romane ist immer sehr gut recherchiert. Die Bücher aus dieser Reihe habe ich alle gelesen und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Ihre Protagonisten entwickeln sich in jedem Roman weiter und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen kommen nicht zu kurz. Man kennt Pia, Oliver und Henning und ihren bisherigen Werdegang, fühlt förmlich mit ihnen und kann sich gut in sie hineinversetzen.

Für mich waren allerdings viel zu viele Personen in die Handlung mit einbezogen. Der Stammbaum am Anfang des Buches war daher recht hilfreich, trotzdem war es teilweise sehr verwirrend. Ab und an hatte ich keine Lust, meinen Lesefluss zu unterbrechen, um dort noch einmal die Konstellation der Personen nachzulesen. Dadurch musste ich mich beim Lesen stellenweise ziemlich konzentrieren, um den Überblick zu behalten.

Trotzdem ein lesenswerter Kriminalroman mit einem aktuellen Bezug zum Fluch und Segen der KI. Die Geschichte regt durchaus zum Nachdenken darüber an, was technische Entwicklungen möglich machen und welche Folgen sie haben können.