Absolut überflüssig...

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regina1960 Avatar

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Die Leseprobe zu "Alles wird gut, aber nicht von alleine" von Nina Ruge fand ich ehrlich gesagt einfach nur furchtbar. Ich bin gleich zu Anfang über die Aussage der Autorin gestolpert, man könne das Tempo, die Schwere und den Umfang des eigenen Leidens am Lebensende selbst steuern. Gemessen an meinen eigenen Erfahrungen in meinem näheren wie weiteren Umfeld kann ich diese Behauptung nicht bestätigen, sie blendet individuelle schwere Schicksalsschläge und Erkrankungen für mein Empfinden völlig aus. Und das ist schonmal an der Realität vorbei. "Longevity" ist ja momentan in aller Munde. Ich hatte das Glück, kürzlich ein Buch einer Internistin lesen zu dürfen, das auszeichnet war und aus dem ich persönlich mir sehr viel mitgenommen habe. Da wurde wissenschaftlich Fundiertes mit privater Erfahrung einer Ärztin vermischt und auch für jeden gut nachvollziehbar niedergeschrieben. Nina Ruges Text war für mich von null Erkennsniswert und hat mich letztendlich zum Ende der Leseprobe nur noch genervt. Es machte auch mich den Eindruck, dass hier jemand "gewollt" zu seinem 70. Geburtstag noch einmal ein Buch herausgeben muss, mit einem bekannten Gesicht und Namen. Dass der Buchtitel suggeriert, man habe Einfluss darauf, "dass alles gut wird, aber nicht von allein" und diese Lektüre könne dazu beitragen, halte ich für irreführend und soll wohl den Verkauf ankurbeln. Zum auf mich flapsig daherkommenden Schreibstil möchte ich mich lieber nicht äußern.