Zwischen Promi-Self-Marketing und fragwürdigen Gesundheitsversprechen
Schon Cover und Titel lassen erahnen, worauf dieses Buch abzielt: Das schicke Porträt der Autorin und die Marketing-Begriffe rund um das Trendthema „Longevity“ wirken stark selbstreferenziell.
Was als „persönliche und wissenschaftlich orientierte Reise“ angekündigt wird, entpuppt sich schon in der Leseprobe als eine anstrengende Mischung aus Privilegien-Berichten und steilen Thesen.
Der Einstieg mit den Schwärmereien über das Leben in der Toskana wirkt auf den normalen Alltagsleser wenig nahbar. Gestalterisch wird man im Text regelrecht von riesigen, fettgedruckten Sätzen überrumpelt.
Doch vor allem inhaltlich stößt das Buch schnell an Grenzen: Die Behauptung, man könne das Tempo, die Schwere und den Umfang des eigenen Leidens am Lebensende selbst steuern, ist schlichtweg unrealistisch und blendet schwere, unverschuldete Krankheiten völlig aus.
Aus fachlicher Sicht wirkt der Zugang der Autorin sehr kritisch. Wenn komplexe biochemische Prozesse mit blumigen Anekdoten über Lotusblüten vermischt werden, driftet der Text stark ins Populärwissenschaftliche ab.
Auch der Versuch, dem Leser in einem kurzen Kapitel beizubringen, wie man „seriöse Studien“ erkennt, greift viel zu kurz – die Bewertung wissenschaftlicher Evidenz lässt sich nicht auf ein paar Grundregeln herunterbrechen, dafür braucht es fundiertes Fachwissen.
Das Buch wirkt eher wie eine Werbeplattform für ein persönliches Herzensprojekt als ein seriöser Ratgeber.
Nichts für mich...
Was als „persönliche und wissenschaftlich orientierte Reise“ angekündigt wird, entpuppt sich schon in der Leseprobe als eine anstrengende Mischung aus Privilegien-Berichten und steilen Thesen.
Der Einstieg mit den Schwärmereien über das Leben in der Toskana wirkt auf den normalen Alltagsleser wenig nahbar. Gestalterisch wird man im Text regelrecht von riesigen, fettgedruckten Sätzen überrumpelt.
Doch vor allem inhaltlich stößt das Buch schnell an Grenzen: Die Behauptung, man könne das Tempo, die Schwere und den Umfang des eigenen Leidens am Lebensende selbst steuern, ist schlichtweg unrealistisch und blendet schwere, unverschuldete Krankheiten völlig aus.
Aus fachlicher Sicht wirkt der Zugang der Autorin sehr kritisch. Wenn komplexe biochemische Prozesse mit blumigen Anekdoten über Lotusblüten vermischt werden, driftet der Text stark ins Populärwissenschaftliche ab.
Auch der Versuch, dem Leser in einem kurzen Kapitel beizubringen, wie man „seriöse Studien“ erkennt, greift viel zu kurz – die Bewertung wissenschaftlicher Evidenz lässt sich nicht auf ein paar Grundregeln herunterbrechen, dafür braucht es fundiertes Fachwissen.
Das Buch wirkt eher wie eine Werbeplattform für ein persönliches Herzensprojekt als ein seriöser Ratgeber.
Nichts für mich...