Mehr Eigenwerbung als Fakten
So kompetent das Buch in der Leseprobe klang, mit seriösen Studien und Bullshitfilter, so stark hat es dann im Verlauf nachgelassen. Seien wir ehrlich, dieses Buch, so toll es auch aufgemacht ist, ist nicht für uns “Normalos” gedacht, eher für die Vielverdiener aus dem Kapitol. Wer es sich nicht leisten kann, Behandlungen in den USA und in der Schweiz zu machen, wer sich nicht die teuersten Geräte zum Rütteln oder Hände abkühlen kaufen kann, wer nicht teure Zusatzanalysen, die von keiner Krankenkasse bezahlt werden, durchführen lässt, wer nicht Arzneimittel, die in Deutschland nicht zugelassen sind, im Ausland bestellen kann, wer nicht in der Toskana einen Zweitwohnsitz hat, der kann aus diesem Buch nicht allzu viele Anregungen mit für sein Leben nehmen. Es sei denn, das Buch ins nächste Bücher-Tauschregal zu stellen. Ich gebe es zu, mein Sozialneid ist hier mit mir zum Teil durchgegangen.
Das Buch ist richtig toll aufgemacht. Großdruck, sehr großer Großdruck, lauter Einzüge, lange fette Überschriften, keine Seite ist kompakt durch bedruckt, und dazwischen deutsche, englische oder französische Bonmots. (Wusste gar nicht, dass Buddha auch Englisch konnte). Nur passen diese Bonmots nicht in den Kontext, wollen vielmehr die Belesenheit der Autorin in Evidenz bringen. (Jetzt weiß ich es.) Nun, so kann man in der Tat 190 Seiten füllen, ohne allzu viel Preis zu geben. Im Verlauf des Buches nehmen die Hinweise zu Nina Ruges anderen Büchern immer mehr zu, und auch zu ihren 23 Podcasts.
Die 70 Tipps waren zwar gut gemeint, aber kein einziger wurde richtig bis zum Ende ausgeführt und präsentiert. Dafür jede Menge Hinweise auf andere Bücher der Autorin (Frage: Zwecks Umsatzsteigerung?) und Podcasts. Und nun zu meinem Liebling: Tipp Nr. 4: Bullshit-Filter. Da wird eindringlich darauf hingewiesen, bloß nicht alles für bare Münze nehmen, wie der Apfelessig mit Wasser. Und was gesteht Frau Ruge später im Buch? Wie viele Praktiken wendet sie an, die von keiner Studie validiert wurden und sich bloß aufs Hörensagen stützen?
Ich hatte viel mehr erwartet, aber ein frischer "frei von der Leber weg” Stil, so angenehm er auch sein mag, macht die vielen Mängel des Buches nicht wett.
Fazit: Ich hatte das Gefühl, nicht zu der anvisierten Lesergruppe zu gehören.
Das Buch ist richtig toll aufgemacht. Großdruck, sehr großer Großdruck, lauter Einzüge, lange fette Überschriften, keine Seite ist kompakt durch bedruckt, und dazwischen deutsche, englische oder französische Bonmots. (Wusste gar nicht, dass Buddha auch Englisch konnte). Nur passen diese Bonmots nicht in den Kontext, wollen vielmehr die Belesenheit der Autorin in Evidenz bringen. (Jetzt weiß ich es.) Nun, so kann man in der Tat 190 Seiten füllen, ohne allzu viel Preis zu geben. Im Verlauf des Buches nehmen die Hinweise zu Nina Ruges anderen Büchern immer mehr zu, und auch zu ihren 23 Podcasts.
Die 70 Tipps waren zwar gut gemeint, aber kein einziger wurde richtig bis zum Ende ausgeführt und präsentiert. Dafür jede Menge Hinweise auf andere Bücher der Autorin (Frage: Zwecks Umsatzsteigerung?) und Podcasts. Und nun zu meinem Liebling: Tipp Nr. 4: Bullshit-Filter. Da wird eindringlich darauf hingewiesen, bloß nicht alles für bare Münze nehmen, wie der Apfelessig mit Wasser. Und was gesteht Frau Ruge später im Buch? Wie viele Praktiken wendet sie an, die von keiner Studie validiert wurden und sich bloß aufs Hörensagen stützen?
Ich hatte viel mehr erwartet, aber ein frischer "frei von der Leber weg” Stil, so angenehm er auch sein mag, macht die vielen Mängel des Buches nicht wett.
Fazit: Ich hatte das Gefühl, nicht zu der anvisierten Lesergruppe zu gehören.