Eine poetische Vatersuche

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johannaberger Avatar

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Ein Nachlass wartet auf die Tochter, die Schwierigkeiten hat, in die Stadt zurückzukehren, in der ihr Vater starb. Lieber begibt sie sich auf die Insel, die ihr bruchstückhaft Kindheitserinnerungen zurückgibt. Erinnerungen an den Vater, der in Ex-Jugoslawien wohl irgendwie mit Marschall Tito zu tun hatte. Genaueres erfährt man in der Leseprobe noch nicht. Es ist ein Wandeln zwischen den verfeindeten Blöcken, den Großeltern in Italien, die den "Slawen" nicht wollen, und dem geliebten Vater, der sie mit auf die Insel nimmt, mit in eine politische Welt, die sie noch nicht versteht, die sie aber als Erwachsene erinnernd erfassen will. Eine erzwungene Rückkehr in die Kindheit - kein neues Motiv in der Literatur, aber hier in die historische politische Landschaft eingebaut, eine Darstellung, die mit ihrer leicht lyrisch geprägten Tonalität anzieht. Zumal ich die Orte kenne, an denen die Geschichte spielt!
Mit dem allzu verschlungenen Satzbau hadere ich allerdings.
Das Cover gefällt mir nicht, es wirkt dilettantisch gezeichnet.