Italienischer Flair

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bua1705 Avatar

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Der Roman entfaltet eine dichte, melancholische Atmosphäre, in der Erinnerung und Gegenwart ineinanderfließen. Die Insel, auf die Alma zurückkehrt, wirkt wie ein Ort zwischen Zeiten – verwittert, windgepeitscht, voller Gespenster der Geschichte. Manzon schreibt mit einer eleganten, fast filmischen Bildkraft: Die Szenen wirken zugleich klar und traumhaft entrückt.

Almas Blick auf ihre Kindheit – geprägt von einem charismatischen, unzuverlässigen Vater und einer Mutter voller Sehnsucht und Unruhe – verleiht dem Text eine leise Traurigkeit. Die politischen Schatten Jugoslawiens, die Aura des Marschalls, die Mischung aus Glanz und Bedrohung, all das schwingt subtil mit.

Der Eindruck: eine poetische, atmosphärische Leseprobe über Herkunft, Erinnerung und die Orte, die uns nie ganz loslassen. Man liest die Leseprobe wie ein langsames Zurückkehren in ein Leben, das man fast vergessen hatte – und das doch immer weiterwirkt.