Anders als erwartet
Der Roman „Alma“ von Federica Manzon erzählt vom Zerfall Jugoslawiens. Das Cover hat mich eigentlich auf einen Urlaubsroman in einem verwinkelten Städtchen vorbereitet. Auch der Klappentext hat in mir große Erwartungen geweckt, die der Roman leider nicht erfüllen konnte.
Manzon erzählt aus dem Leben der jungen Alma. Sie wird stark durch ihre Eltern und Großeltern mütterlicherseits geprägt. Durch ihre Mutter und Großeltern erlebt Alma das Leben der Aristokratie. Ihren Vater sieht sie nicht so oft, da er immer wieder für längere Zeit verschwindet. Dennoch fühlt sie sich mehr vom Vater als der Mutter geliebt. Eines Tages bringt der Vater einen Jungen in Almas Alter mit nach Hause. Vili, über dessen Eltern nicht viel bekannt ist, hat es sehr schwer in Almas Familie Fuß zu fassen. Selbst den Kindern gelingt es anfangs nicht, miteinander auszukommen. Aber später freunden sie sich doch an, verlieben sich sogar ineinander, dann gibt es eine Zeit, in der sie sich hassen und am Ende den anderen doch verstehen.
Die Autorin erzählt in Almas Gegenwart, baut aber immer wieder Rückblenden zu Almas Kindheit pein.
Der Roman enthält lustige, emotionale und traurige Momente. Die Schilderung der Kriegsereignisse beschönigt nichts und wird in seiner gesamten Gewalt beschrieben. Alma befindet sich auf der Suche nach sich selbst. Wer hat sie wahrhaftig geprägt? Am Ende des Romans zeichnet sich ab, dass Alma eigentlich nichts über ihren Vater, sein Land und den Verlust des Heimatlandes wusste. Das ist für mich eine wichtige Passage im Buch. Sie macht deutlich, wie man über alles was einen bewegt, mit den Menschen, die man liebt, reden muss, solange dies möglich ist.
Manzon erzählt aus dem Leben der jungen Alma. Sie wird stark durch ihre Eltern und Großeltern mütterlicherseits geprägt. Durch ihre Mutter und Großeltern erlebt Alma das Leben der Aristokratie. Ihren Vater sieht sie nicht so oft, da er immer wieder für längere Zeit verschwindet. Dennoch fühlt sie sich mehr vom Vater als der Mutter geliebt. Eines Tages bringt der Vater einen Jungen in Almas Alter mit nach Hause. Vili, über dessen Eltern nicht viel bekannt ist, hat es sehr schwer in Almas Familie Fuß zu fassen. Selbst den Kindern gelingt es anfangs nicht, miteinander auszukommen. Aber später freunden sie sich doch an, verlieben sich sogar ineinander, dann gibt es eine Zeit, in der sie sich hassen und am Ende den anderen doch verstehen.
Die Autorin erzählt in Almas Gegenwart, baut aber immer wieder Rückblenden zu Almas Kindheit pein.
Der Roman enthält lustige, emotionale und traurige Momente. Die Schilderung der Kriegsereignisse beschönigt nichts und wird in seiner gesamten Gewalt beschrieben. Alma befindet sich auf der Suche nach sich selbst. Wer hat sie wahrhaftig geprägt? Am Ende des Romans zeichnet sich ab, dass Alma eigentlich nichts über ihren Vater, sein Land und den Verlust des Heimatlandes wusste. Das ist für mich eine wichtige Passage im Buch. Sie macht deutlich, wie man über alles was einen bewegt, mit den Menschen, die man liebt, reden muss, solange dies möglich ist.