Atmosphärisch, aber anders als erwartet
Auf dem Buchumschlag findet sich ein Zitat aus der Repubblica: „Wer etwas wissen möchte über Triest und Italiens östliche Grenze, der muss 'Alma' lesen. Ein perfekter Roman.“
Triest, eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West, steht hier im Mittelpunkt, denn sie hat Alma geprägt. Die 53jährige Alma kehrt nach dem Tod ihres Vaters nach Triest zurück, um sich von ihrer Jugendliebe Vili ihr Erbe aushändigen zu lassen. Almas Aufenthalt in Triest und auf der „Insel“ bietet Anlass, Almas Geschichte zu erzählen.
Ihre Geschichte ist durch ihren Vater und Vili eng verknüpft mit der politischen Entwicklung in Jugoslawien und dem Zerfall des Vielvölkerstaates. Einige eingefügte schwarz-weiß Fotos verleihen dem Geschriebenen Authentizität.
Für mich stehen diese historischen Geschehnisse im Vordergrund, während die komplexen Beziehungen der Protagonisten untereinander bruchstückenhaft erzählt werden. Daraus ergibt sich ein für mich unvollständiges Bild, weil vieles unausgesprochen bleibt und nur erahnt werden kann.
Der Roman ist nicht nur aus diesem Grund nicht leicht zu lesen, denn die Gräuel des Krieges werden nicht ausgespart. Das Cover, das nach einem Motiv von Andrea Serio gestaltet ist, zeigt die blonde Alma mit dem Fotografen Vili, lässt jedoch mit dieser idyllischen Szene möglicherweise einen eher leichten Roman erwarten.
Federica Manzons Schreibstil zeigt viel Liebe zum Detail, vor allem bei Almas Kindheitsbeschreibungen, belässt es jedoch auch bei Andeutungen.
Die mit dem Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis ausgezeichnete Verena von Koskull hat in ihrer Übersetzung das Besondere eingefangen.
„Alma“ wurde vielfach ausgezeichnet und ist der erste Roman von Federica Manzon, der auf Deutsch erscheint. Ich hoffe, das weitere Romane folgen.
Fazit: ein Roman, auf den man sich einlassen muss
Triest, eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West, steht hier im Mittelpunkt, denn sie hat Alma geprägt. Die 53jährige Alma kehrt nach dem Tod ihres Vaters nach Triest zurück, um sich von ihrer Jugendliebe Vili ihr Erbe aushändigen zu lassen. Almas Aufenthalt in Triest und auf der „Insel“ bietet Anlass, Almas Geschichte zu erzählen.
Ihre Geschichte ist durch ihren Vater und Vili eng verknüpft mit der politischen Entwicklung in Jugoslawien und dem Zerfall des Vielvölkerstaates. Einige eingefügte schwarz-weiß Fotos verleihen dem Geschriebenen Authentizität.
Für mich stehen diese historischen Geschehnisse im Vordergrund, während die komplexen Beziehungen der Protagonisten untereinander bruchstückenhaft erzählt werden. Daraus ergibt sich ein für mich unvollständiges Bild, weil vieles unausgesprochen bleibt und nur erahnt werden kann.
Der Roman ist nicht nur aus diesem Grund nicht leicht zu lesen, denn die Gräuel des Krieges werden nicht ausgespart. Das Cover, das nach einem Motiv von Andrea Serio gestaltet ist, zeigt die blonde Alma mit dem Fotografen Vili, lässt jedoch mit dieser idyllischen Szene möglicherweise einen eher leichten Roman erwarten.
Federica Manzons Schreibstil zeigt viel Liebe zum Detail, vor allem bei Almas Kindheitsbeschreibungen, belässt es jedoch auch bei Andeutungen.
Die mit dem Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis ausgezeichnete Verena von Koskull hat in ihrer Übersetzung das Besondere eingefangen.
„Alma“ wurde vielfach ausgezeichnet und ist der erste Roman von Federica Manzon, der auf Deutsch erscheint. Ich hoffe, das weitere Romane folgen.
Fazit: ein Roman, auf den man sich einlassen muss