Eine Geschichte welcher man Zeit geben muss, damit sie sich entwickelt.

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annetttaube Avatar

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Ich musste mich auf "Alma" erstmal einlassen. Zu Beginn, kam ich nicht richtig in die Geschichte rein. Mir kam der Erzählstil wie eine Auflistung vor. Die Tiefe, die Seele der Geschichte erreichten mich erst später.
Der zeitliche Strang der Geschichte ist nicht gradlinig, sondern es wird zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her geswitcht.
Die Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Protagonisten sind ausführlich und man kann sie im eigenen Kopfkino gut bildlich auferstehen lassen.
Die Geschichte ist auch glaubhaft, manchmal gar zu sehr, wenn es um Schilderungen von Krieg und Gewalt geht, welche mit ihm einhergehen.
Eigentlich beste Voraussetzungen, trotzdem befürchte ich dieses Buch wird nicht jede*n Leser*in abholen können. Darum, Leseempfehlung für Menschen, welche sich Zeit nehmen und der Geschichte die benötigte Zeit zugestehen sich zu entwickeln. Geschieht beides, dann steht einem besonderen Lesevergnügen nichts im Weg. Erwähnenswert wäre noch, dass auch fotografische Illustrationen vorhanden sind, was mich (ich las den Roman als E-Book) sehr überraschte. Zur Manifestierung der eigenen Vorstellungskraft, ist dies sehr vorteilhaft.
Leider wurde das Cover beim digitalen Rezensionsexemplar nicht mit "geliefert". Das fand ich schade. So muss ich mich an die Abbildung orientieren, welche online zu sehen sind. Die Grafik des Cover ist für die Thematik des Buches erstaunlich modern. Zu modern? Ich finde ja. Aber das ist natürlich ganz persönlicher Geschmack.