Identität und Selbstfindung

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sölring Avatar

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Alma ist ein Roman der einem oft innehalten lässt, weil er eine große emotionale Tiefe hat und nachhaltig beeindruckt.
Besonders überzeugend ist die sensible Darstellung der inneren Zerrissenheit der Protagonistin, die sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart fremd fühlt. Die Zeit, welche sie bei den Grosseltern so genossen hat, weil dort alles immer aufgeräumt und verlässlich war und auf der anderen Seite das Leben bei den Eltern wo das genaue Gegenteil herrschte.
Zwischen den Zeilen spürt man ständig das Ungesagte, das Verdrängte, das, was Alma selbst nur schwer fassen kann. Die Sprache ist klar, manchmal beinahe nüchtern.
Der Roman behandelt das Thema Zugehörigkeit, Vergangenheit und Selbstfindung. Federica Manzon erzählt von Identität, Herkunft und innerer Zerrissenheit auf eine sehr feinfühlige, reduzierte Art.