Identitätssuche
Alma wächst in den 70er Jahren in Triest auf. Hin und hergerissen zwischen den großbürgerlichen italienischen Großeltern mütterlicherseits und ihrem Vater, der immer wieder für längere Zeit in das damalige Jugoslawien verschwindet. Zu ihrer Mutter hat sie ein distanziertes Verhältnis. Eines Tages bringt der Vater von einer seiner Reisen Vili mit, einen Jungen, der fortan mit Alma aufwächst. Es dauert Jahre, bis die beiden sich anfreunden. Nach dem Tod des Vaters kehrt Alma zurück nach Triest und erinnert sich. Zwischen Kindheitserinnerungen von endlosen Sommern am Meer und dem beginnenden Jugoslawienkrieg wird Alma mit den Fragen nach Herkunft, Wahrheit, Liebe und Identität konfrontiert. Dies ist kein Roman den man mal eben gemütlich auf dem Sofa durchliest. Ich habe das Buch immer mal wieder weggelegt, um das gelesene zu überdenken bzw. auch zu verarbeiten. In vielen Kapiteln wird auf den Krieg und dessen Gräueltaten in Jugoslawien eingegangen. Die Protagonisten werden bildhaft dargestellt, die Zerrissenheit Almas ist geradezu spürbar.