Keine einfache Lektüre
„...Alma blickt zum Kirchturm empor und sieht eine Möwe, die ihre Flügel reckt. Heute Morgen hat sie im Hotel auf der Insel angerufen, gefragt, ob es möglich sei, ein Zimmer zu reservieren…“
Alma hatte nicht vor, in die Stadt ihrer Kindheit zurückzukehren. Doch die Erbschaft das Vaters sorgt dafür, dass sie wieder in Triest ist.
Die Autorin hat einen vielschichtigen Roman geschrieben. Hier werden persönliche Lebensverhältnisse mit politischen Entwicklungen verwoben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet, zwingt aber zur Konzentration, da Orte, Zeiten und Geschehnisse schnell wechseln.
Bei ihren Gang durch die Stadt kommen Erinnerungen an die Vergangenheit hoch. Als Kind der 70er Jahre war Alma mit drei Situationen konfrontiert. Ihre Mutter pflegte einen sehr chaotischen Lebensstil. Ihre gutbürgerlichen Großeltern hielten an den Gepflogenheiten der Vergangenheit fest. Ihr Vater stammte aus Jugoslawien und hat die Tochter ab und an dorthin mitgenommen. Meist verschwand er aber für längere Zeit allein. Alma erinnert sich an die Begegnung mit Tito.
„...Er war kräftig, unerschütterlich, braungebrannt. Sie hatte ihn groß in Erinnerung, doch vielleicht war er es nicht. Er hatte grünliche, energischen und ruhige Augen...“
Eines Tages bringt ihr Vater einen Jungen mit. Vili wird ab jetzt bei ihnen leben. Ihr Verhältnis ist lange Zeit gespannt. Dazu trägt bei, dass der Vater sie nicht mehr mitnimmt, wenn er verschwindet. Auch verbringt er viel Zeit mit Vili.
„...Und es ist jedes Mal das Gleiche, er verduftet wie ein Schmetterling, von dem man nicht weiß, ob er gestorben oder zu einer anderen Blüte geflattert ist…“
Einen weiten Raum im Buch nehmen die Geschehnisse nach dem Tode Titos in Jugoslawien ein. Während Almas Vater von dort flieht und in Triest bleibt, geht Vili als Fotograf in sein Land zurück. Die Beschreibungen der Lage gehen unter die Haut. Alma bringt es auf den Punkt, als sie aufgefordert wird, über den Krieg in der Ukraine zu berichten.
„...Ein anderer Krieg hatte ihr gezeigt, dass es schwer ist, eine klare Linie zwischen Freunden und Feinden zu ziehen, besser man bleibt auf Abstand…“
Die Vergangenheit, die Alma geprägt hat, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.
Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist keine einfache Lektüre. Hier wird eine Stück europäischer Geschichte auf ganz besondere Art erzählt.
Alma hatte nicht vor, in die Stadt ihrer Kindheit zurückzukehren. Doch die Erbschaft das Vaters sorgt dafür, dass sie wieder in Triest ist.
Die Autorin hat einen vielschichtigen Roman geschrieben. Hier werden persönliche Lebensverhältnisse mit politischen Entwicklungen verwoben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet, zwingt aber zur Konzentration, da Orte, Zeiten und Geschehnisse schnell wechseln.
Bei ihren Gang durch die Stadt kommen Erinnerungen an die Vergangenheit hoch. Als Kind der 70er Jahre war Alma mit drei Situationen konfrontiert. Ihre Mutter pflegte einen sehr chaotischen Lebensstil. Ihre gutbürgerlichen Großeltern hielten an den Gepflogenheiten der Vergangenheit fest. Ihr Vater stammte aus Jugoslawien und hat die Tochter ab und an dorthin mitgenommen. Meist verschwand er aber für längere Zeit allein. Alma erinnert sich an die Begegnung mit Tito.
„...Er war kräftig, unerschütterlich, braungebrannt. Sie hatte ihn groß in Erinnerung, doch vielleicht war er es nicht. Er hatte grünliche, energischen und ruhige Augen...“
Eines Tages bringt ihr Vater einen Jungen mit. Vili wird ab jetzt bei ihnen leben. Ihr Verhältnis ist lange Zeit gespannt. Dazu trägt bei, dass der Vater sie nicht mehr mitnimmt, wenn er verschwindet. Auch verbringt er viel Zeit mit Vili.
„...Und es ist jedes Mal das Gleiche, er verduftet wie ein Schmetterling, von dem man nicht weiß, ob er gestorben oder zu einer anderen Blüte geflattert ist…“
Einen weiten Raum im Buch nehmen die Geschehnisse nach dem Tode Titos in Jugoslawien ein. Während Almas Vater von dort flieht und in Triest bleibt, geht Vili als Fotograf in sein Land zurück. Die Beschreibungen der Lage gehen unter die Haut. Alma bringt es auf den Punkt, als sie aufgefordert wird, über den Krieg in der Ukraine zu berichten.
„...Ein anderer Krieg hatte ihr gezeigt, dass es schwer ist, eine klare Linie zwischen Freunden und Feinden zu ziehen, besser man bleibt auf Abstand…“
Die Vergangenheit, die Alma geprägt hat, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.
Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist keine einfache Lektüre. Hier wird eine Stück europäischer Geschichte auf ganz besondere Art erzählt.