Komplexer tiefgründiger Geschichtsunterricht

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madiko Avatar

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Das Buch "Alma" von Federica Manzon ist keine leichte Sommer Lektüre, wie man aus dem Cover schließen könnte. Die Autorin erzählt eine tiefgründige und schwierige Familiengeschichte aus dem Triest der 70iger Jahre des 20.Jahrhunderts. Alma kehrt nach dem Tod ihres Vaters , an einem Osterwochenende in ihre Geburtsstadt Triest zurück, um das Erbe ihres Vaters anzunehmen. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, die Ausflüge mit dem Vater auf eine kleine Insel vor Istrien, wo sie Vili und Tito begegnet. Auch ihre Erinnerung an Vili, Sohn eines Dissidenten, der bei ihnen aufwächst und ihre erste Jugendliebe ist, kommt nicht zu kurz.
Ganz verwirrend war für mich der Teil über den Zerfall und den Krieg in Jugoslawien, den ich so nicht kannte. Über Wikipedia habe ich mich dann weiter über Triest und den Balkankrieg informiert. Eine Landkarte im Buch wäre sehr hilfreich. Alles in allem schwerer Lesestoff für den man Zeit braucht. Manche Seite habe ich zweimal gelesen, da die langen Sätze nicht sofort für einen Überblick sorgen. FAZIT: Kein leicht zu lesender Roman, aber interessant und tiefgründig. Es ist ein Roman mit Nachwirkung.