ruhig, eindringlich, speziell

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Federica Manzons *Alma* kehrt nach dem Tod ihres Vaters nach Triest zurück, in die Stadt ihrer Kindheit. Die Erinnerungen, mit denen sie dort konfrontiert wird, dem Zwispalt zwischen einem Leben bei der Mutter, den Großeltern und des Vaters, wird durch die eindringliche Wortwahl und die besondere der sprachliche Darstellung der Emotionen, treibt den Roman eindringlich voran.
Triest spiegelt hier den Ort von Konflikt, Diversität und einem Aufeinanderpralle von Kulturen und Grenzen wider. Es wird eindringlich beschrieben und trägt erheblich zu einem besonderen Stimmungsaufbau des Romans bei. Ein wesentliches Thema ist wohl die Suche nach Zugehörigkeit, nicht nur von Alma, auch von ihren Eltern sowie dem Kindheitsfreund Vili innerhalb einer zerrütteten Welt, die aus den Fugen gerät.
Die starke feministische Stimme der erwachsenen Alma wächst mit jedem Ort, den sie aufsucht, mit jeder Erinnerung, die sich durchlebt, mit jeder Person, der sie begegnet und führt zu einem vielschichtigen Roman, der persönliche Erlebnisse mit politischen Hintergründen verbindet.
Ein kluger, ruhiger und emotionaler Roman über die starke Entwicklung einer Frau.