Triest bleibt fremd: Warum „Alma“ nicht berührt
Große Erwartungen, große Ernüchterung: „Alma“ von Federica Manzon versprach für mich einen atmosphärischen Roman über Triest – voller Gefühl, Sehnsucht und italienischem Flair. Ich habe mir einen Roman erträumt, der nach Habsburger Kaffeehäusern duftet, nach endlosen Sommern klingt und tief ins Herz trifft. Stattdessen bekam ich eine sprunghafte, verschleierte Geschichte mit starkem politischen Fokus auf den Zerfall Jugoslawiens. Die vielen Zeit- und Ortswechsel wirkten verwirrend, der Schreibstil wirkte verschwommen. Gefühlt bin ich nie angekommen, keine Emotion packte mich, kein Happy End – nur ein fader Nachgeschmack blieb. Es fehlten Emotion, Klarheit und ein echter Spannungsbogen. Für mich als Leserin, die gerne tief eintaucht und mitfühlt, war das unglaublich schade. Leider konnte mich das Buch nicht abholen – ich kann es daher nicht empfehlen.