Ungewöhnlich mit sehr speziellem Ton
Ich habe mich ziemlich schwer getan mit dem Buch. Der Aufbau der Geschichte ist durch durchdacht und der Stil ist auch ansprechend. Aber der Tonfall der Handlung ist unglaublich traurig und melancholisch, für mich schon an der Grenze zum depressiven. Es hat mich oft heruntergezogen und ich hatte immer nach wenigen Seiten das Gefühl, als würde mir beim Lesen jegliche Freude ausgesaugt werden. Ich empfand es daher auch als unglaublich anstrengend wieder in die Handlung reinzukommen, wenn ich das Buch erst einmal zur Seite gelegt hatte.
Die Geschichte baut sich sehr langsam auf. Da musste ich dann wirklich auch durchhalten, bis die interessanten Abschnitte kommen. Und die gibt es glücklicherweise in dem Buch auch. Immer dann, wenn ein Stückchen mehr über Almas Beziehung zu ihrem Vater oder zu Vili und ihren Berufen enthüllt wird, entstehen da ganz tolle, fast schon philosophische Momente. Die Schilderung von Almas Gefühlen während der Balkankriege, weil sie emotional zwischen allen Stühlen hängt - das waren wirklich großartige Momente. Die Zerrissenheit ihrer Heimatstadt spiegelt sich auch in Alma und den Gefühlen gegenüber ihrer Familie wider. Immer zwischen den Welten wandelnd, nie irgendwo wirklich fest verwurzelt, immer die Wahrheit für sich selbst suchend.
Grundsätzlich mag ich Geschichten, die sich gemächlich entwickeln. Hier war es mir dann aber doch zu langsam. Da hätte ich mir etwas mehr Tempo in der Erzählung gewünscht, es fühlte sich häufig für mich an, als würde die Handlung auf der Stelle treten.
Es ist ein durchaus interessantes Buch. Keines, das man mal eben so nebenbei liest. Auf das man sich einlassen muss und dessen doch sehr spezieller Ton einem liegen muss.
Die Geschichte baut sich sehr langsam auf. Da musste ich dann wirklich auch durchhalten, bis die interessanten Abschnitte kommen. Und die gibt es glücklicherweise in dem Buch auch. Immer dann, wenn ein Stückchen mehr über Almas Beziehung zu ihrem Vater oder zu Vili und ihren Berufen enthüllt wird, entstehen da ganz tolle, fast schon philosophische Momente. Die Schilderung von Almas Gefühlen während der Balkankriege, weil sie emotional zwischen allen Stühlen hängt - das waren wirklich großartige Momente. Die Zerrissenheit ihrer Heimatstadt spiegelt sich auch in Alma und den Gefühlen gegenüber ihrer Familie wider. Immer zwischen den Welten wandelnd, nie irgendwo wirklich fest verwurzelt, immer die Wahrheit für sich selbst suchend.
Grundsätzlich mag ich Geschichten, die sich gemächlich entwickeln. Hier war es mir dann aber doch zu langsam. Da hätte ich mir etwas mehr Tempo in der Erzählung gewünscht, es fühlte sich häufig für mich an, als würde die Handlung auf der Stelle treten.
Es ist ein durchaus interessantes Buch. Keines, das man mal eben so nebenbei liest. Auf das man sich einlassen muss und dessen doch sehr spezieller Ton einem liegen muss.