Zerissene Welt
Das Buch Alma erzählt von Grenzgängern in einer zerissenen Welt. Almas Vater stammt aus Westjugoslawien, pendelt jahrelang unstet zwischen seiner Familie in Triest und Jugoslawien, wo er für Tito arbeitet. Alma pendelt zwischen dem großbürgerlichen Leben ihrer Großeltern und der chaotischen Lebensweise ihrer Mutter und einem von ihrem Vater aus Belgrad mitgebrachten, entwurzelten Jungen. Aus der Sicht von Alma wird über viele Erinnerungsbruchstücke ein Zeitraum zwischen der Diktatur Marschall Titos über den Bürgerkrieg, der zum Zerfall Jugoslawiens führte bis zur Gegenwart beleuchtet. Da rasche Orts- und Zeitwechsel erfolgen, muss man beim Lesen sehr konzentriert sein. Die Erzählung ist in sich stimmig und die Charaktere einzigartig. Ein Ausflug in eine düstere Zeit, die beiden Handelnden zu einer starken Prägung führt.