Auf alten Wegen zu sich selbst

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faultira Avatar

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Die Leseprobe von „Alte Pfade“ hat mich schnell in die Geschichte hineingezogen. Besonders gefällt mir die ungewöhnliche Ausgangssituation: Lilianes fast neunzigjähriger Vater macht sich heimlich auf den Weg nach Schottland, erleidet dort einen Herzinfarkt – und seine Tochter folgt ihm schließlich in die Highlands.

Dabei scheint die Reise nur die äußere Handlung zu sein. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass Liliane einiges mit sich herumträgt: die gerade gescheiterte Ehe, den schwierigen Kontakt zu ihrem Sohn und vor allem die bis heute nachwirkende Familiengeschichte und den Suizid ihrer Mutter. Besonders interessant finde ich ihre enge, aber offenbar nicht unkomplizierte Beziehung zu ihrem Vater. Die alten Briefe aus Schottland lassen außerdem vermuten, dass auf der gemeinsamen Reise noch einiges aus der Vergangenheit ans Licht kommen wird.