Ein letzter Weg!
Mein erster Eindruck von diesem Buch ist sehr emotional und berührend. Besonders die ungewöhnliche Reise von Liliane und ihrem Vater durch die schottischen Highlands macht neugierig. Dabei scheint die Wanderung nicht nur eine Reise durch die Natur zu sein, sondern auch eine Möglichkeit für Vater und Tochter, sich nach langer Distanz wieder näherzukommen.
Der Schreibstil wirkt ruhig, atmosphärisch und einfühlsam. Die Landschaft der Highlands scheint sehr bildhaft beschrieben zu werden und bildet einen schönen Gegensatz zu den schwierigen Themen innerhalb der Familie. Besonders interessant finde ich, dass während der Reise nach und nach über die Vergangenheit gesprochen wird und sich dadurch das Verhältnis zwischen den beiden verändert.
Liliane und ihr Vater wirken authentisch, weil ihre Beziehung nicht von Anfang an harmonisch ist. Beide scheinen Verletzungen und unausgesprochene Dinge mit sich zu tragen. Gerade diese schwierige Beziehung macht die Figuren interessant und lässt die Entwicklung besonders glaubwürdig wirken.
Ich erwarte eine nachdenkliche Geschichte über Familie, Vergangenheit, Vergebung und einen Neuanfang. Weiterlesen würde ich das Buch gerne, weil mich interessiert, ob Vater und Tochter auf ihrer Reise tatsächlich wieder zueinanderfinden und was sie dabei über ihre gemeinsame Vergangenheit erfahren. Die Verbindung aus beeindruckender Natur und persönlicher Familiengeschichte spricht mich besonders an.