High End in den Highlands

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
beust Avatar

Von

Alexa Hennig von langes Romane sind von wechselhafter Qualität. Das macht diese Autorin so spannend. Am stärksten ist sie bei Alltagsbeobachtungen - Kampfsterne war super. Da ging es auch um eine Familienvergangenheit, ein Kindheitskorsett namens Reihenhaussiedlung. Hier geht es um einen störrischen Vater, eine seit ihrem Selbstmord abwesende Mutter und die Ich-Erzählerin, die sich ein ganz schönes Päckchen auf die Schultern geschnallt hat: eine verkorkste Person, "zwei Mädchen", eins vor und eines nach dem Suizid der Mutter.

Ich bin gespannt, ob sich der Klappentext erfüllt und die Konfrontation von Vater und Tochter lesbar und intensiv wird. Außerdem freue ich mich auf Hennig von Langes Begegnung mit der schottischen Landschaft - Heinrich Böll und Stefan Heym haben es vorgemacht.

Sprachlich hingegen ist der ausführliche innere Monolog, der den Roman aufmacht, etwa so spannend wie Jackie Browns Fahrt auf der Rolltreppe - nur nicht so cool. Also: Ich bin gespannt.