Eine Wanderung als Weg zur Erkenntnis
„Alte Pfade“ von Alexa Hennig von Lange ist ein leiser, einfühlsamer Roman über einen Vater und seine Tochter, über Prägungen und die Frage, ob wir uns von ihnen lösen können.
Im Mittelpunkt steht ein etwa 90-jähriger Mann, der sich allein von Deutschland auf den Weg in die schottischen Highlands macht. Er möchte eine mehrtägige Wanderung wiederholen, die er bereits als junger Student unternommen hat. Nach einem Herzinfarkt landet er zunächst im Krankenhaus. Seine Tochter reist zu ihm – natürlich mit dem Auto, denn sie hat von ihrem Vater den Satz übernommen: „Man fliegt nicht.“ Wider Erwarten stirbt er nicht. Stattdessen machen die beiden die geplante Wanderung gemeinsam.
Die Landschaft der schottischen Highlands beschreibt die Autorin eindrucksvoll. Doch eigentlich geht es um etwas anderes: um die Beziehung zwischen Vater und Tochter und um die Spuren, die Eltern in ihren Kindern hinterlassen. Die Tochter erkennt zunehmend, wie sehr Verhaltensweisen und Eigenschaften ihres Vaters auch ihr eigenes Leben geprägt haben. Und damit stellt sich die schwierige Frage: Können wir uns von solchen Prägungen lösen, wenn wir es wollen – oder sind sie stärker als unser eigener Wille?
Die Wanderung kostet den alten Mann viel Kraft. Gleichzeitig öffnet er sich seiner Tochter nach und nach, wenn auch längst nicht in allen Bereichen. Gerade diese vorsichtige Annäherung hat mir gefallen. Vieles bleibt unausgesprochen, manches wird vielleicht auch nie ausgesprochen werden.
Das Ende der Wanderung ist absehbar und gerade deshalb liegt über dem Roman eine gewisse Melancholie. Alexa Hennig von Lange erzählt ruhig und einfühlsam von Alter, Familie, Erinnerungen und der Möglichkeit, sich noch einmal näherzukommen.
„Alte Pfade“ ist für mich ein sehr lesenswerter Roman. Ein Buch über einen gemeinsamen Weg, der zugleich eine Reise in die Vergangenheit ist. Und über die Erkenntnis, dass wir unseren Eltern ähnlicher sein können, als uns lieb ist.
Auch das Cover mit der gezeichneten Landschaft der schottischen Highlands gefällt mir ausgesprochen gut.
Im Mittelpunkt steht ein etwa 90-jähriger Mann, der sich allein von Deutschland auf den Weg in die schottischen Highlands macht. Er möchte eine mehrtägige Wanderung wiederholen, die er bereits als junger Student unternommen hat. Nach einem Herzinfarkt landet er zunächst im Krankenhaus. Seine Tochter reist zu ihm – natürlich mit dem Auto, denn sie hat von ihrem Vater den Satz übernommen: „Man fliegt nicht.“ Wider Erwarten stirbt er nicht. Stattdessen machen die beiden die geplante Wanderung gemeinsam.
Die Landschaft der schottischen Highlands beschreibt die Autorin eindrucksvoll. Doch eigentlich geht es um etwas anderes: um die Beziehung zwischen Vater und Tochter und um die Spuren, die Eltern in ihren Kindern hinterlassen. Die Tochter erkennt zunehmend, wie sehr Verhaltensweisen und Eigenschaften ihres Vaters auch ihr eigenes Leben geprägt haben. Und damit stellt sich die schwierige Frage: Können wir uns von solchen Prägungen lösen, wenn wir es wollen – oder sind sie stärker als unser eigener Wille?
Die Wanderung kostet den alten Mann viel Kraft. Gleichzeitig öffnet er sich seiner Tochter nach und nach, wenn auch längst nicht in allen Bereichen. Gerade diese vorsichtige Annäherung hat mir gefallen. Vieles bleibt unausgesprochen, manches wird vielleicht auch nie ausgesprochen werden.
Das Ende der Wanderung ist absehbar und gerade deshalb liegt über dem Roman eine gewisse Melancholie. Alexa Hennig von Lange erzählt ruhig und einfühlsam von Alter, Familie, Erinnerungen und der Möglichkeit, sich noch einmal näherzukommen.
„Alte Pfade“ ist für mich ein sehr lesenswerter Roman. Ein Buch über einen gemeinsamen Weg, der zugleich eine Reise in die Vergangenheit ist. Und über die Erkenntnis, dass wir unseren Eltern ähnlicher sein können, als uns lieb ist.
Auch das Cover mit der gezeichneten Landschaft der schottischen Highlands gefällt mir ausgesprochen gut.