Konnte mich nicht ganz überzeugen

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normanfips Avatar

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Liliane kommt eben aus ihrem Spanienurlaub, als sie einen Anruf von einem Krankenhaus in Schottland erhält. Ihr fast 90 Jahre alter Vater wurde dort mit einem Herzinfarkt eingeliefert. Sie macht sich überstürzt auf die Reise dorthin. Statt ihrem Vater am Krankenbett beizustehen, machen sie sich auf - Liliane eher unfreiwillig - durch die Highlands zu wandern. Unzureichend ausgerüstet, mit einem leeren Handy, einem gesundheitlich schwer angeschlagenem Vater und vielen unguten Erinnerungen an ihre Kindheit und diversen Ängsten kämpft sie sich durch die malerische Gegend. Der erste Teil des Buches gefiel mir richtig gut. Vor allem die Auseinandersetzung mit den Eigenheiten des Vaters, mit der Leerstelle, die die Mutter hinterlassen hat, ihren Geschwistern, ihrer zerbrochenen Ehe und zuletzt ihrer schlechten Beziehung zu ihrem eigenen Sohn. Allerdings fand ich es unglaubwürdig, dass ein so alter und schwerkranker Mann solche Strapazen überstehen kann. Die Erkenntnisse bzgl. ihrer gescheiterten Ehe kamen mir zu plötzlich. Die Begegnung mit dem Architekturstudenten war für mich wie ein Bruch, der überhaupt nicht in die Handlung passte. Auch die Geschichte rund um ihren Sohn war mir zu viel. Es wurde vieles angerissen, aber nicht zu Ende gebracht. Die Idee dieser Wanderung und das Annähern zwischen Vater und Tochter haben mir gefallen, aber am Ende wurde für mich keine runde Sache daraus. Schade, denn das Buch hätte viel mehr Potential gehabt.