Roadtrip der besonderen Art
Es kommt nicht allzu oft vor, dass man ein Buch in einer einzigen Sitzung von der ersten bis zur letzten Seite liest: genau das ist mir aber mit den „Alten Pfaden“ von Alexa Hennig von Lange passiert.
Ein Familienroman, ein Roadtrip durch die schottische Landschaft, ein Generationen-Epos: dieses Buch ist vieles in einem. Alexa von Lange schickt ihre beiden Hauptprotagonisten auf die Reise. Die 48jährige Liliane ist frisch geschieden und bekommt auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub in Südspanien plötzlich einen Anruf aus einem schottischen Krankenhaus. Ihr fast 90-jähriger Vater ist heimlich dorthin gereist und hatte in der Natur einen Herzinfarkt. Liliane fährt sofort (inklusive ihres eigenen Urlaubsgepäcks) zu ihm, um ihn zu retten und nach Hause zu bringen. Aber ihr Vater ist sehr stur und will nicht zurück. Er möchte unbedingt noch einmal zu Fuß bis an die Nordküste von Schottland wandern, genau wie er es bereits einmal in seiner Jugend getan hat: ein Lebenskreis soll sich auf diesem Wege schließen. Liliane hat große Angst um ihn, aber sie geht schließlich mit ihm mit.
Was zunächst nach einer eindimensionalen Idee klingt, erweist sich als komplexe und differenzierte Geschichte. Vater und Tochter sind auf ihrer Wanderung fortwährend im Gespräch. Auf diese diskursive Weise kommen frühere Erlebnisse und Geschichte zum Gespräch. Welche Vorstellungen habe ursprünglich ich vom eigenen Leben? Welche davon haben sich bewahrheitet, welche nicht? Und warum nicht? Wo ist man Lebenslügen hinterhergelaufen, wo haben sich Lebenswege anders entwickelt als geplant?
Die Gespräche drehen sich um die Kriegskindheit des Vaters, den frühen Suizid der Mutter und all das, was zwischen den beiden nie gesagt wurde. Genau diese Mischung aus äußerer Reise und innerer Annäherung macht die Lektüre sehr spannend. Auch das Verhältnis Lilianes zum eigenen (Ex-)Mann, zu ihrer Schwester und ihrem Bruder werden thematisiert.
Am Ende steht so ein kurzweiliger Roman mit teilweise rasanten Szenen, die zu einem bunten Kaleidoskop zusammenkombiniert werden. Unbedingte Empfehlung!
Ein Familienroman, ein Roadtrip durch die schottische Landschaft, ein Generationen-Epos: dieses Buch ist vieles in einem. Alexa von Lange schickt ihre beiden Hauptprotagonisten auf die Reise. Die 48jährige Liliane ist frisch geschieden und bekommt auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub in Südspanien plötzlich einen Anruf aus einem schottischen Krankenhaus. Ihr fast 90-jähriger Vater ist heimlich dorthin gereist und hatte in der Natur einen Herzinfarkt. Liliane fährt sofort (inklusive ihres eigenen Urlaubsgepäcks) zu ihm, um ihn zu retten und nach Hause zu bringen. Aber ihr Vater ist sehr stur und will nicht zurück. Er möchte unbedingt noch einmal zu Fuß bis an die Nordküste von Schottland wandern, genau wie er es bereits einmal in seiner Jugend getan hat: ein Lebenskreis soll sich auf diesem Wege schließen. Liliane hat große Angst um ihn, aber sie geht schließlich mit ihm mit.
Was zunächst nach einer eindimensionalen Idee klingt, erweist sich als komplexe und differenzierte Geschichte. Vater und Tochter sind auf ihrer Wanderung fortwährend im Gespräch. Auf diese diskursive Weise kommen frühere Erlebnisse und Geschichte zum Gespräch. Welche Vorstellungen habe ursprünglich ich vom eigenen Leben? Welche davon haben sich bewahrheitet, welche nicht? Und warum nicht? Wo ist man Lebenslügen hinterhergelaufen, wo haben sich Lebenswege anders entwickelt als geplant?
Die Gespräche drehen sich um die Kriegskindheit des Vaters, den frühen Suizid der Mutter und all das, was zwischen den beiden nie gesagt wurde. Genau diese Mischung aus äußerer Reise und innerer Annäherung macht die Lektüre sehr spannend. Auch das Verhältnis Lilianes zum eigenen (Ex-)Mann, zu ihrer Schwester und ihrem Bruder werden thematisiert.
Am Ende steht so ein kurzweiliger Roman mit teilweise rasanten Szenen, die zu einem bunten Kaleidoskop zusammenkombiniert werden. Unbedingte Empfehlung!