Zwischen Nähe und Distanz

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ladybugs Avatar

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Kaum aus dem Urlaub zurück gekehrt, erhält die geschiedene fast fünfzigjährige Liliane einen Anruf aus Schottland, zunächst glaubt sie an eine Verwechslung - ihr hochbetagter Vater liegt nach einem Herzinfarkt in einem Krankenhaus. Sofort begibt sie sich auf dem Weg ins Krankenhaus in der Verständlichkeit, ihren Vater nach Hause zu holen. Trotz eindringlicher Warnung der Ärzte, will ihr geschwächter sturer Vater um jeden Preis, sein Vorhaben hinaus durch die Highland wandern, den er als junger Student unternahm. Auch Liliane kann ihren Vater nicht umstimmen und so beschließt sie spontan, schlecht ausgerüstet, ihren Vater auf der Wanderung zu begleiten.

Von der Einsamkeit in der Wildnis umgeben, sprechen sie zum ersten Mal gemeinsam über die Vergangenheit, über die schwierige Kindheit ihres Vaters während des 2. Weltkrieges, das ihn tief geprägt hat, über den früheren Freitod ihrer Mutter und über die Verletzlichkeit und so beginnt Liliane nach vielen Jahren, die nicht immer einfach waren, das Verhalten ihres Vaters besser zu verstehen.

Die Autorin erzählt die emotionale Geschichte das Verhältnis zwischen dem Vater und Tochter sehr gut und gibt uns zu verstehen, dass leider oft viel unausgesprochen in der Familie gibt und nie zu spät ist, auf die Sache anzusprechen.

Oft steckt hinter dem Ungesagten mehr, als man zunächst vermutet und das einen ein Leben lang prägen kann und zu dem Menschen machen kann, in der man heute ist.

Das Buchcover fand ich nicht so ansprechend, aber da ich von der Autorin schon einige Bücher gelesen habe, war für mich doch ein guter Grund, dieses Buch unbedingt lesen zu müssen.

Fazit: Ein klare Buchempfehlung für alle, die die Bücher von Alexa Hennig von Lange, lieben.