Magie, Trauer und eine Rückkehr aus dem Tod

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onlywithelisa Avatar

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Diese Geschichte klingt düster, unheimlich und gleichzeitig unglaublich emotional, genau die Art von Fantasy, bei der ich sofort wissen möchte, wie weit die Figuren gehen werden und welchen Preis sie dafür bezahlen müssen.

Die Grundidee finde ich einfach großartig: Soojin kennt die Regeln der Magie ihrer Vorfahren. Von den Toten darf man nichts zurückbringen, das größer ist als ein kleines Tier. Doch dann ertrinkt ihre Schwester Mirae und Soojin kann den Verlust nicht akzeptieren. Aus Trauer und Einsamkeit bricht sie eine Regel, von der sie genau weiß, dass sie nicht ohne Konsequenzen bleiben kann.

Genau dieser emotionale Ausgangspunkt macht die Geschichte für mich so spannend. Denn auch wenn man beim Lesen sofort denkt: „Das kann eigentlich nicht gut gehen“, kann ich Soojins Entscheidung vollkommen nachvollziehen. Wenn man die Möglichkeit hätte, einen geliebten Menschen zurückzuholen, würde man wirklich vernünftig bleiben und sich an eine solche Regel halten? Gerade diese Verzweiflung macht die Geschichte für mich so greifbar.

Und dann ist da diese unglaublich düstere Atmosphäre! Schon die Leseprobe vermittelt das Gefühl, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Das Zurückholen der Toten wird nicht als harmlose oder wunderschöne Magie dargestellt, sondern als etwas Unheimliches, Gefährliches und zutiefst Falsches. Genau das gefällt mir unglaublich gut. Beim Lesen hatte ich sofort diese „Friedhof der Kuscheltiere“-Vibes: Man weiß, dass man gerade eine Grenze überschreitet, die besser nicht überschritten worden wäre und will trotzdem unbedingt wissen, was danach passiert.

Der Schreibstil hat mich ebenfalls überzeugt. Er liest sich sehr flüssig und gleichzeitig gelingt es Jihyun Yun, diese düstere Stimmung langsam und beinahe unmerklich aufzubauen. Für mich wirkt es nicht wie eine Geschichte, die ausschließlich auf große Schockmomente setzt. Vielmehr entsteht eine beklemmende Atmosphäre, die sich immer weiter verdichtet und einem irgendwann kalt den Rücken hinunterläuft.

Besonders gespannt bin ich darauf, was Miraes Rückkehr mit ihr macht und wie sich ihr wachsender Hunger nach Rache entwickelt. Denn wenn jemand aus so großer Trauer zurückgeholt wird, kann er vielleicht nicht einfach wieder derselbe Mensch sein wie zuvor.

Die Leseprobe hat mich jedenfalls vollkommen angefixt. „And the River Drags Her Down“ verspricht eine düstere, emotionale und ungewöhnliche Geschichte über Verlust, Geschwisterliebe und eine Magie, deren Preis vermutlich weitaus höher sein wird, als Soojin ahnt. Ich möchte unbedingt wissen, wie diese Geschichte weitergeht.