Sehr stimmungsvoll

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la tina Avatar

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Das Cover ist sehr genial mit der im Ansatz verwesenden Wassererleiche, die wohl Mirae darstellen soll. Vor allem die Zähne sind mir noch aufgefallen, hier hab ich den Verdacht, diese wird Soojin für ihr Ritual nutzen, die Schwester zurück zu holen. Die Farben sind auch schön gewählt, wässriges blau und grün, ein verwesender Koi, Knochen und Federn, und alles in Bewegung, wie man an den Haaren sehen kann.
Die Idee, Mirae gleich zu Beginn ein Kapitel zu überlassen, gefällt mir sehr, dadurch ist sie als Charakter nicht so abstrakt. Denn schließlich ist sie gestorben und lebt vorerst nur in Erinnerungen. Die ersten Details des Wiederbelebungsrituals sind verständlich beschrieben, der historische Hintergrund ist spannend. Und ich behaupte bereits jetzt zu spüren, wie sehr Soojin ihre Schwester vermisst, dass sie das Ritual schließlich auch an der Schwester ausüben wird. Vielleicht findet sie deren Milchzähne? Das würde zu den Zähnen auf dem Cover passen.
Ich mag den leicht morbiden Anklang des Romans und dass es in der Gegenwart spielt macht es mir leichter, mir alles vorzustellen. Auch die Übersetzung ist sehr gut gelungen. Das Buch besitzt nicht diese Distanziertheit, welche veile Fernost-Bücher haben, sondern erreicht mich emotional so, dass ich mich in die Charaktere hineinversetzen kann.