düsteres Familiendrama mit Horrorelementen

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annkat Avatar

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Das Buch überzeugt natürlich auf Anhieb mit seiner Aufmachung. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön, düster und gibt bereits einen ersten Eindruck, was einem in der Geschichte erwarten wird. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Sprache ist sehr bildhaft und fast schon zu schön für die doch eher düstere und drückende Stimmung, die sich durch die gesamte Geschichte zieht. Es regnet viel, was im weiteren Verlauf der Geschichte auch noch einen gewissen Zweck erfüllt, aber insgesamt passt das graue, verregnete Setting sehr gut in die Gesamthandlung. Die Horrorelemente sind da, aber eher dezent und hätten gerne noch ein wenig mehr rauskommen können, obwohl ich gar nicht so viel Horror lese. Insgesamt ist es eher eine Familiendrama rund um die Themen unverarbeitete Trauer, Abhängigkeiten und nicht Loslassenkönnen. Gerade das hat mir aber sehr gut gefallen, denn dadurch haben die Charaktere mehr Tiefgang bekommen und es wurde stellenweise auch sehr emotional. Leider wurde ich mit Soojin nicht ganz warm. Man versteht sie zwar im Verlauf der Geschichte, wenn man ihre und auch die Sicht der anderen kennenlernt, aber sie ist durchweg egoistisch und unfair zu ihrer Familie und Freunden. Das ändert sich leider auch erst ziemlich am Ende des Buches, weswegen sie definitiv nicht mein Lieblingscharakter ist. Das Buch hatte leider auch einige Längen und war stellenweise vorhersehbar, aber trotz all dieser Schwächen, hat es mir wirklich gut gefallen.