Mul Gwishin - Der Geist im See/Wasser

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„And The River Drags Her Down“ von Jihyun Yun erzählt die Geschichte einer koreanischen Mythologie, die mit Fantasy-Elementen verbunden wurde.

In der Familie von Soojin haben die Frauen besondere Fähigkeiten. Sie können den Tod überlisten und so Tote wieder zum Leben erwecken. Doch durch bestimmte Erfahrungen in der Vergangenheit dürfen nur Kleintiere wieder zum Leben erweckt werden.

Soojins Schwester Mirae ist letzten Herbst im Fluss ertrunken und Soojin kann diesen Schmerz nicht loslassen. So benutzt sie ihre Magie, um ihre Schwester wieder zu erwecken, doch mit einigen Hindernissen. Denn Mirae ist nicht mehr dieselbe wie früher und kann ihren immer größer werdenden Hunger nicht entziehen.

Die Emotionen von Soojin werden gut dargestellt und man kann sich selbst kaum der Idee entziehen, die Schwester wieder zu erwecken. Doch gab es diese Fälle bereits und nie endeten sie für die Anwenderin sowie auch den Erweckten gut. Soojin lebt nur noch mit ihrem Vater zusammen, der auch von dem Tod der Tochter noch schwer erschüttert ist.

Die Magie wird sehr spannend beschrieben, so wird z.B. immer wieder ein Tier erweckt, gegessen aus diesen Knochen dann wieder erweckt. So musste die Familie nie Hunger erleiden, ein ewiger Kreislauf. Dies ist schon sehr makaber und düster zeigt aber auch wie geübt Soojin und ihre Familie in ihren Fähigkeiten war.

Zunächst versteckt Soojin Mirae vor den Augen der anderen und sie kümmert sich liebevoll um sie. Doch sie merkt schnell das Mirae anders ist und sie sich immer wieder mal nicht an ihren Namen erinnern kann. Es wird zunehmend schwieriger Mirae zu verstecken, da sie immer aktiver und hungriger wird. Dazu erfahren wir auch einiges zu den Umständen ihres Tods. Die Legende von dem Mul Gwishin Geist im See/Wasser ist hier tief in der Geschichte verankert und sehr düster und spannend umgesetzt.

Mir haben die Charaktere und die Handlung gut gefallen und es vor allem haben mich die Horrorelemente überzeugt. Daher bekommt „And The River Drags Her Down“ eine klare Leseempfehlung.