Lakonischer Witz und emotionale Tiefe
Die Autorin schreibt in langen, mäandernden Sätzen, die sich fast atemlos durch Gedanken und Erinnerungen ziehen – besonders im Prolog, wo Almas jugendliche Obsession mit Anton in einem einzigen Sog aus Sehnsucht, Scham und Beobachtung geschildert wird. Bemerkenswert finde ich die Technik, Berlin über die U7-Stationen zu kartografieren – jede Station eine Erinnerung, das ist originell.
Die Leseprobe lebt von Andeutungen statt Enthüllungen – Antons rätselhaftes Verschwinden im Austauschjahr, die antisemitischen Gerüchte, die nie ganz ausgesprochen werden, das Wiedersehen Jahre später, bei dem beide ihre wahren Gefühle und Vorgeschichten verbergen (Antons abgesagtes Paris-Jahr, seine Panikattacke). Diese Leerstellen machen mich neugierig.
Die Leseprobe lebt von Andeutungen statt Enthüllungen – Antons rätselhaftes Verschwinden im Austauschjahr, die antisemitischen Gerüchte, die nie ganz ausgesprochen werden, das Wiedersehen Jahre später, bei dem beide ihre wahren Gefühle und Vorgeschichten verbergen (Antons abgesagtes Paris-Jahr, seine Panikattacke). Diese Leerstellen machen mich neugierig.