»Alma ist toll«, sagte er. »Aber ich will die richtigen Entscheidungen für mein eigenes Leben treffen.«

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»Alma ist toll«, sagte er. »Aber ich will die richtigen Entscheidungen für mein eigenes Leben treffen.«

Anton und Alma. Eine Liebesgeschichte, die so schön hätte beginnen und enden können. Doch es verhält sich wie mit dem wirklichen Leben – es ist komplex, nicht immer einfach und manchmal auch nicht fair.
Zuerst begegnen sich die beiden bei einem Schüleraustausch in Frankreich. Doch dann verlieren sie sich aus den Augen. Sofort war Alma von Anton angetan und denkt seit jeher immer wieder mal an ihn, bis sie sich in Berlin wieder treffen und sich nach und nach eine Beziehung mit vielen anfänglichen und wiederkehrenden Auf und Abs ergibt.
Zwischen ihnen liegen Differenzen, an denen sie sich immer wieder stoßen. Anton stammt aus einem angesehen, liebevollen Elternhaus, während Alma mehr auf sich alleine gestellt war. Zudem ist Anton jüdisch, Alma nicht. Doch im Verlauf des Romans interessiert sie sich immer mehr für das Judentum und fällt eine Entscheidung.
Doch wer glaubt, es ginge in diesem umfangreichen und vielfältigen Roman ausschließlich um die Beziehung zwischen Anton und Alma und höchstens noch um das, was es bedeutet, jüdisch zu sein, unterstellt diesem Buch einiges! Spätestens mit dem 07. Oktober und der differenzierten Auseinandersetzung mit verschiedenen Perspektiven, die teils davor schon aufgebaut wurden, gewinnt der Roman eine weitere Ebene.

Schon allein wie Dana Vowinckel schreibt und welche Worte sie für unterschiedliche Szenarien von Sprachlosigkeit und für zwischenmenschliche Missverständnisse findet, hat mich sehr begeistert.

Dieser Roman hat mich lange begleitet und wird es auch weiterhin tun, schließlich ist diesem für immer ein ganz besonderer Platz gesichert. Was für ein großartiger und vielschichtiger Roman!