Anspruchsvolle Lektüre
Anspruchsvolle Literatur lese ich normalerweise recht gerne. Und zu ihr zählt das vorliegende Buch zweifelsohne.
Doch empfand ich diese Lektüre als sehr anstrengend. Das beginnt bereits bei der Sprache. Die Autorin scheint eher die sog. Gen Z als Leserschaft im Blick zu haben als ältere Generationen. So viele Dialoge der Romanfiguren untereinander sind englischsprachig gehalten, noch dazu umgangssprachliche Vokabeln inbegriffen. Mein Schulenglisch reicht nicht, um diese Passagen mühelos zu verstehen. Fortgesetzt hat sich die mühevolle Lektüre bei der behandelten Thematik. Jüdische Geschichte nimmt einen breiten Raum in dem Roman ein. Sie wird schon fast wissenschaftlich aufgearbeitet. Dies deshalb, weil der Protagonist Anton sich intensiv und m.E. fast besessen mit dem Thema der Konversion der Chasaren wie auch der Konversion generell im Rahmen der Niederschrift seiner Masterarbeit befasst. Hierzu muss die Autorin sich selbst bei ihren Recherchearbeiten äußerst detailliertes Wissen angeeignet haben, Chapeau! Lobenswert ist auch, wie sie das aktuelle Weltgeschehen einfügt, vor allem den Konflikt zwischen Israel und der Hamas vom 7. Oktober 2023 und antisemitische Anschläge in Deutschland. Dabei muss dem Lesenden allerdings klar sein, dass diese Thematik auch in eine düstere Stimmung beim Lesen münden kann. So geschehen bei dem Protagonisten Anton, der durchweg psychisch angeschlagen und traurig wirkt, wie übrigens auch viele der weiteren Charaktere. Kein Ausgleich ist, dass es sich auch um eine Liebesgeschichte handelt. Zwischen Anton und Alma gibt es zu viele Aufs und Abs, beide haben andere Vorstellungen vom gemeinsamen Leben. Das Ende ist ohnehin tragisch. Was ich in diesem Zusammenhang aber überhaupt nicht lesen wollte, waren die unzähligen Sexszenen, in denen der Geschlechtsverkehr zwischen Anton und Alma detailreich beschrieben wird.
Das Buch steht auf der Longlist für den diesjährigen Deutschen Buchpreis, hat also viele Vorschusslorbeeren bekommen. Ob verdient oder nicht, mag jeder selbst beurteilen.
Doch empfand ich diese Lektüre als sehr anstrengend. Das beginnt bereits bei der Sprache. Die Autorin scheint eher die sog. Gen Z als Leserschaft im Blick zu haben als ältere Generationen. So viele Dialoge der Romanfiguren untereinander sind englischsprachig gehalten, noch dazu umgangssprachliche Vokabeln inbegriffen. Mein Schulenglisch reicht nicht, um diese Passagen mühelos zu verstehen. Fortgesetzt hat sich die mühevolle Lektüre bei der behandelten Thematik. Jüdische Geschichte nimmt einen breiten Raum in dem Roman ein. Sie wird schon fast wissenschaftlich aufgearbeitet. Dies deshalb, weil der Protagonist Anton sich intensiv und m.E. fast besessen mit dem Thema der Konversion der Chasaren wie auch der Konversion generell im Rahmen der Niederschrift seiner Masterarbeit befasst. Hierzu muss die Autorin sich selbst bei ihren Recherchearbeiten äußerst detailliertes Wissen angeeignet haben, Chapeau! Lobenswert ist auch, wie sie das aktuelle Weltgeschehen einfügt, vor allem den Konflikt zwischen Israel und der Hamas vom 7. Oktober 2023 und antisemitische Anschläge in Deutschland. Dabei muss dem Lesenden allerdings klar sein, dass diese Thematik auch in eine düstere Stimmung beim Lesen münden kann. So geschehen bei dem Protagonisten Anton, der durchweg psychisch angeschlagen und traurig wirkt, wie übrigens auch viele der weiteren Charaktere. Kein Ausgleich ist, dass es sich auch um eine Liebesgeschichte handelt. Zwischen Anton und Alma gibt es zu viele Aufs und Abs, beide haben andere Vorstellungen vom gemeinsamen Leben. Das Ende ist ohnehin tragisch. Was ich in diesem Zusammenhang aber überhaupt nicht lesen wollte, waren die unzähligen Sexszenen, in denen der Geschlechtsverkehr zwischen Anton und Alma detailreich beschrieben wird.
Das Buch steht auf der Longlist für den diesjährigen Deutschen Buchpreis, hat also viele Vorschusslorbeeren bekommen. Ob verdient oder nicht, mag jeder selbst beurteilen.